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Sunkings
Ricky und Sunkings warten auf Mainz

Ricky Easterling (rot, hier im Spiel gegen die Gießen Pointers) ist als Topscorer von zentraler Bedeutung für Sunkings.
Ricky Easterling (rot, hier im Spiel gegen die Gießen Pointers) ist als Topscorer von zentraler Bedeutung für Sunkings. FOTO: Oliver Altmaier
Saarlouis. Nach dem erfolgreichen Spiel in Kaiserslautern sind die Sonnenkönige heiß auf ihr Heimspiel. Von David Benedyczuk

„Wir haben jetzt, was wir immer wollten: Eine Mannschaft quasi aus der Nachbarschaft, mit vielen jungen Spielern von hier und aus der Region“, sagte Trainer Dennis Mouget zu den neuen Voraussetzungen bei den Basketballern der Saarlouis Sunkings.


Das war nach dem Auftaktspiel zur ersten Regionalliga bei den BIS Baskets Speyer, wo die „Sonnenkönige“ bei einem glänzend besetzten und als Titelfavorit gehandelten Gegner mit einer 73:95-Niederlage losgelegt hatten. Schon dort zeigten die neuen Sunkings, dass sie aller Unerfahren- und Uneingespieltheit zum Trotz Potenzial besitzen. Seit Sonntag haben sie nun den ersten Sieg in der Tasche: Das 102:91 beim 1. FC Kaiserslautern dürfte dem jungen Team gut tun. Und es bestätigt Mouget, wenn er sagt: „Wir entwickeln uns jede Woche weiter. Es wird von Spiel zu Spiel besser.“ Den Schwung des ersten Siegs wollen die Sunkings mitnehmen: Am Samstag um 19 Uhr im Heimspiel in der Stadtgartenhalle gegen den ASC Theresianum Mainz.

Protagonist im Saarlouiser Spiel ist und bleibt Ricky Easterling. Der US-Amerikaner trumpfte in der Pfalz mit 32 Punkten auf. Nach einer Operation wegen anhaltender Rückenprobleme scheint der 34-Jährige auf dem Weg zurück zur Bestform. Der „Ur-Saarlouiser“ und Sunkings-Anführer ist neben Edgar Schwarz der einzige im Kader, der zum starken vierten Platz zuletzt beigetragen hat. Die Schweden Samme Unger (12,5 Punkte pro Spiel) und Alan Bedirhanoglu (13,8), der Bosnier Ivan Skrobo (12,8) und der US-Amerikaner Jack Tisdale (8,7) sind weg. Ebenso zwei Saarlouiser Dauerbrenner: Center Hari Mujkanovic (11,5) beendete (wohl) endgültig seine Karriere, Florian Kirsch zog es nach Luxemburg. Christopher Koch ging zu Oberligist Völklingen.



Schwarz, der zumindest häufiger zur „ersten Fünf“ gehört hatte, ist erst seit kurzem wieder im Training. Generell lief der erneute „Neuanfang“ bei den Sunkings suboptimal: „Die Vorbereitung war schwierig, weil die Spieler erst nach und nach hinzu kamen und wir immer wieder Ausfälle hatten“, erläutert Mouget. Umso wichtiger, dass der bitteren Niederlage beim Heimdebüt gegen Gießen in Kaiserslautern der erste Sieg folgte. Nun warte ein vergleichbarer Gegner: „Mainz spielt ähnlich, bevorzugt auch das schnelle Spiel. Das könnte uns liegen“, sagt Mouget.

Es sind neue Namen, denen er das Vertrauen schenkt: Rückkehrer Nicholas Burgard, der Bulgare Filip Kamenov oder Alexander Diederich, der als neuer „Starting-Center“ überzeugt: „Er hat eine neue wichtige Rolle, löst das aber richtig gut“, lobt Mouget den 21-Jährigen, der mit Luca Meyer, Jonathan Almstedt und Paul Fuchs aus dem Oberliga-Team aufgerückt ist. Finn Heyd und Justus Schuh komplettieren die junge Garde. Xavier Williams zählt zu den erfahreneren, in Kaiserslautern lief der neue Deutsch-Amerikaner im Schlussviertel mit 16 Punkten heiß: „Er hat vorher viel verworfen, ist aber mental so stark, dass er es weiter probiert. In der Phase war das ganz wichtig“, sagt Mouget über den 27-Jährigen. Sein Selbst- und Teamvertrauen hatte Williams bereits nach Speyer artikuliert: „Ich glaube, wir können sie im Rückspiel schlagen“, kündigte er selbstbewusst an.

Mouget ist nach dem ersten Sieg zurückhaltender: „Wir drehen nicht durch, nur weil wir ein Spiel gewonnen haben“, sagt er – hätte aber sicher nichts dagegen, wenn die regionale Rasselbande gegen Mainz direkt den nächsten Erfolg nachlegt.