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Saarlouis: Millionen für Schulen, Sportplätze und mehr - Stadt plant Mega-Investition

Stadt plant Investitionen : Saarlouis: Millionen für Schulen, Sportplätze, Radwege und mehr

Rund 11,5 Millionen will die Stadt Saarlouis in den kommenden Jahren investieren. Der größte Teil fließt in die Schulen und Kitas.

Viel Geld wird in den kommenden Jahren in der Kreisstadt Saarlouis im Saarland ausgegeben: Das umfangreiche Investitionsprogramm für die Jahre 2021 bis 2025 wird fortgeschrieben. Allein in diesem Jahr stehen dort 11,5 Millionen Euro im Plan. Der Stadtrat Saarlouis hat Ende Juli einstimmig den Haushaltsentwurf für 2022 beschlossen (die SZ berichtete), dazu gehört auch dieses Investitionsprogramm.

Saarlouis: Woher kommt das Geld für die Investitionen?

Doch wofür kann und will die Stadt das viele Geld ausgeben? Im Großen und Ganzen sind es Pflichtausgaben wie in allen Kommunen. Allerdings hat Saarlouis, dank der unverhofft guten Haushaltslage, zu der unter anderem unerwartet hohe Gewerbesteuereinnahmen führten, auch im Gegensatz zu vielen anderen Verwaltungen noch die Möglichkeit, freiwillige Ausgaben zu tätigen.

Für Investitionen muss die Stadt 2022 rund 5,5 Millionen Euro Kredite aufnehmen; dem steht allerdings das genannte Investitionsvolumen von rund 11,5 Millionen Euro gegenüber. Und: Das Volumen ist auch deshalb so groß, weil es etliche Haushaltsreste aus dem Vorjahr gibt. Das bedeutet, das Geld wurde dort nicht wie geplant ausgegeben, weil die Projekte nicht umgesetzt wurden. Nach Angaben der Verwaltung liegt dies unter anderem am Personalmangel beziehungsweise hohem Arbeitsaufkommen in den Fachämtern.

Das plant die Stad Saarlouis mit den Millionen

Die Schwerpunkte im Investitionsprogramm für dieses Jahr (und auch die kommenden Jahre) liegen ganz klar im Bereich der Bildung, also bei den städtischen Kitas und Grundschulen. Der Posten „Grundschulen und Jugendverkehrsschule“ steht mit fast fünf Millionen Euro im Plan, er macht mit 42,67 Prozent den deutlich größten Anteil der Investitionen im Jahr 2022 aus.

Zum Vergleich: 17,49 Prozent der genannten insgesamt rund 11,5 Millionen Euro im Investitionsprogramm 2022 fließen in Verkehrsanlagen und ÖPNV, das ist der zweitgrößte Posten (rund zwei Millionen Euro).

Die übrigen Bereiche liegen alle unter zehn Prozent des Investitionsvolumens: Vorbeugender Brandschutz kommt auf rund 718 572 Euro, Digitalisierung und IT sowie das „5 x 5G“-Projekt auf rund 696 500 Euro.

Die Kinder-, Jugend- und Familienarbeit lässt sich die Stadt rund 628 781 Euro kosten. Für die Projekte „Sozialer Zusammenhalt“ in den Stadtteilen Fraulautern und Roden (inklusive Kulturhalle) muss Saarlouis in diesem Jahr rund 585 000 Euro selbst aufbringen. Für Freiflächen, Ökologie, Natur- und Umweltschutz sind rund 551 000 Euro eingeplant. Für die Bereitstellung und den Betrieb von Sportanlagen stellt die Kreisstadt 2022 rund 427 956 Euro bereit. Und für die zahlreichen Spielplätze immerhin auch insgesamt rund 303 150 Euro.

Saarlouis: Ausbau und Sanierung von Kitas und Schulen

Im größten Bereich der Kitas und Schulen sind einige Maßnahmen besonders hervorzuheben: Die dringend notwendige Sanierung der Grundschule Vogelsang wird fortgeführt, in Roden wird eine neue Krippe gebaut, die Kita Metzer Wiesen weiter saniert, in Fraulautern läuft die Standortsuche und Planung einer neuen Kita (als Ersatz für die Kita St. Josef, die das Bistum wie angekündigt mittelfristig schließen will).

Auch die Sanierung der Schulturnhalle Roden und die Gestaltung des Umfelds ist angesetzt und soll noch 2022 beginnen. Auf die stetig steigenden Schülerzahlen muss die Stadt nun auch an der Grundschule Beaumarais mit Containern für zusätzlichen Raum reagieren.

Investitionen in Sportanlagen und Verkehr

Bei den Sportanlagen wird, über ein Sonderprogramm, der Kunstrasenplatz in Beaumarais neu angelegt, auch die Tartanbahn in Fraulautern wird erneuert, die Umwandlung des Hartplatzes in Roden in einen Kunstrasenplatz geplant. Der Neubau des Kunstrasenplatzes in Saarlouis selbst mit Kosten von rund 1,1 Millionen Euro muss allerdings zurückgestellt werden.

Der Straßenausbau im Stadtgebiet ist mit insgesamt rund 1,8 Millionen Euro plus Haushaltsresten von 900 000 Euro veranschlagt; dabei sind rund eine Millionen Euro nur für den Ausbau im Fischerfeld in Lisdorf vorgesehen. Ausbau der Radwege und -infrastruktur sind ebenfalls vorgesehen, sowie eine weitere Fahrradschließanlage in der Innenstadt (neben der bereits geplanten am Bahnhof). Der Ausbau des Gutenbergplatzes und des Vorplatzes am Theater am Ring gehören ebenfalls in diesen Posten.