"Saarlouis investiert 15 Millionen Euro"

"Saarlouis investiert 15 Millionen Euro"

Saarlouis. Es ist durchweg "energetische Sanierung", was die Stadt im Rahmen des Konjunkturpaketes Saar in Gang bringt: Gedämmt und energetisch optimiert werden die Römerbergschule (760 000 Euro), Bruchwiesenschule Beaumarais (480 000 Euro), Klosterschule Fraulautern (450 000 Euro), Grundschule Lisdorf (720 000 Euro), ein kleiner Anbau inklusive

Saarlouis. Es ist durchweg "energetische Sanierung", was die Stadt im Rahmen des Konjunkturpaketes Saar in Gang bringt: Gedämmt und energetisch optimiert werden die Römerbergschule (760 000 Euro), Bruchwiesenschule Beaumarais (480 000 Euro), Klosterschule Fraulautern (450 000 Euro), Grundschule Lisdorf (720 000 Euro), ein kleiner Anbau inklusive. Die Feuerwache Innenstadt wird ebenfalls energetisch saniert (600 000 Euro, kleiner Anbau inklusive). Auch die Festungskeller auf der Insel im Saaraltarm werden sparfreundlich saniert (450 000 Euro), um so auf neue Gastronomie vorbereitet zu werden. Die Kaserne VI (früher Möbel Paque, in der Altstadt) profitiert mit 400 000 Euro, das Hallenbad mit weiteren 150 000 Euro, auch das Haus Ludwig wird energetisch saniert. 25 Prozent der Summen muss die Stadt selbst zahlen. Dafür werde sie einen Nachtragshaushalt von einer Million Euro beschließen, sagte CDU-Ratsmitglied Georg Jungmann, dies in einem beschleunigten Verfahren. Ein weiterer (regulärer) Nachtragshaushalt könnte im Juni folgen, wenn die Steuerschätzungen vorliegen. 75 Prozent der Summe stammt aus dem "Konjunkturpaket Saar", Teil des "Konjunkturpaket II" des Bundes. "Alles auf einmal"CDU-Fraktionschef Herbert Fontaine: Der Rat wird das ganze Paket auf einmal verabschieden. Das Land müsse es dann nochmals genehmigen. Der Rat werde über das Wie der einzelnen Maßnahme diskutieren; er werde über Vergaben auf dem Laufenden gehalten. Die Maßnahmen bis eine Million Euro werde OB Roland Henz nach beschränkten Ausschreibungen (gezielte Anfrage an wenige Firmen) in Gang setzen. Die Anbieter würden nach der Vergabe im Internet veröffentlicht. Eile sei geboten, sagte SPD-Fraktionschef Peter Schmolenzky: "2009 planen, 2010 bauen, 2011 abrechnen." Das sei Bedingung für das Konjunkturpaket. Um so viel zu bewegen, will die Stadt befristet bis 2011 zwei bis drei Fachkräfte einstellen. Ihr waren ohnehin Gebäudemanager Ingo Friedrich samt Stellvertreter durch beruflichen Wechsel abhanden gekommen.Schneller als geplant werden auch die städtischen Eigenbetriebe 2009/10 investieren: zum Beispiel die Stadtwerke mit sechs Millionen Euro für das neue Wasserwerk Ost und einen Wasserbehälter, wie Schmolenzky sagte. Aus anderen Töpfen bezahlt: die Kindertagesstätte Neuforweiler (1,9 Millionen Euro) oder das frühere Schlachthofgelände (bis zu drei Millionen Euro aus "Stadtumbau West"). "Zusätzlich und vorgezogen werden die Stadt und ihre Betriebe in zwei Jahren rund 15 Million Euro investieren", unterstrich Jungmann.

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