Saarlouis – fremd und vertraut

Saarlouis – fremd und vertraut

Gut gesehen, und den Eindruck des Motivs durch starke Bearbeitung gesteigert: Fotos des Saarlouiser Fotografen Johannes Ruße. Ihnen widmet eine Saarlouiser Galerie eine kleine Ausstellung.

Fremde und doch ganz vertraute Bilder von Saarlouis zeigt die Galerie Palz in Saarlouis ab Ende dieser Woche in einer kleinen Ausstellung. Galerist Michael Palz hat eine kleine Auswahl der Fotografien von Johannes Ruße zusammengestellt. Ruße lebt in Saarlouis . Der 60-Jährige bekennt sich dazu, Fotos stark zu bearbeiten, bis zu Verfremdung. So entsteht der Effekt, Motive zugleich vertraut und fremd zu präsentieren.

Darüber hinaus projiziert er auch Bildelemente übereinander, um die Bildaussage zu steigern. So geschehen etwa beim Motiv "Busbahnhof", dem er die Wolkenbildung erst nachträglich hinzufügte.

Bei Palz zu sehen sind zum Teil großformatige Fotos vom Kleinen Markt, dem Busbahnhof, der Ludwigskirche, der Altstadt oder der Bastion VI.

Ruße, gelernter Elektriker, fotografiert seit 45 Jahren. Er brauchte nach eigener Aussage lange, bis er sich mit der digitalen Fotografie angefreundet hatte. Inzwischen hat er sich aber damit auseinandergesetzt und nutzt die elektronischen Möglichkeiten gern. Denn er hat erkannt: "Früher blieb ein schlechtes Foto nach Bearbeitung ein schlechtes Foto, heute, digital, ist es genauso."

Johannes Ruße begann 1980 mit ernst zu nehmender Fotografie und hatte gleich Erfolg. Bis heute hat er sich an 20 Ausstellungen und Wettbewerben beteiligt. Er gewann eine Goldmedaille bei einer Bundesdiaschau in Lübeck, einen ersten Platz zum Beispiel bei einem Fotowettbewerb in Erlangen. Überwiegend aber stellte er im Saarland aus.

Bei Palz zu sehen sein werden kleinere Fotos im DIN-A-4-Format und solche mit Rahmengröße 60 mal 80 Zentimeter. Jedes Motiv gibt es nur drei Mal, jeder Abzug ist signiert, sagt Galerist Michael Palz.

Galerie Palz, Saarlouis , Lisdorfer Straße 9, Telefonnummer (0 68 31) 9 66 58 00.