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RSG im Saarland top bei NachwuchswissenschaftlernNachwuchswissenschafter des RSG hatten Nase vorn

Saarlouis. Beim Landeswettbewerb "Jugend forscht" landeten Schülerinnen und Schüler vom Robert-Schuman-Gymnasium in Saarlouis so oft vorne, dass das RSG den Titel "Erfolgreichste Schule des Saarlandes" unter den Jungforschern verliehen bekommen hat. Jetzt steht das Bundesfinale in Osnabrück an Von SZ-Mitarbeiterin Jenny Kallenbrunnen

Saarlouis. Beim Landeswettbewerb "Jugend forscht" landeten Schülerinnen und Schüler vom Robert-Schuman-Gymnasium in Saarlouis so oft vorne, dass das RSG den Titel "Erfolgreichste Schule des Saarlandes" unter den Jungforschern verliehen bekommen hat. Jetzt steht das Bundesfinale in Osnabrück an. Qualifiziert haben sich sowohl die Gewinner des ersten Platzes im Bereich Chemie als auch die Schüler, die sich Platz eins in der Sparte Geo- und Raumwissenschaften verdient hatten. Sie alle besuchen das als Sprachengymnasium bekannte RSG. Auch der zweite Rang in Chemie ging beim Landesentscheid nach Saarlouis.Ganz oben auf dem Treppchen landeten die Abiturienten Simon Hümbert und Daniel Nenno mit ihrer Kohlenstoff-Brennzelle, einer umweltfreundlichen Energiequelle. Die Brennzelle wandelt Kohlenstoff und Sauerstoff in Kohlenstoffdioxid um und erzeugt dabei elektrische Energie. Die Idee für ihr Projekt ist die Weiterentwicklung ihrer besonderen Lernleistung für das Abitur: "Unserem allgemeinen Bericht mussten wir für den Wettbewerb einen großen Eigenanteil zufügen, indem wir eine innovative Idee entwickelten", erzählt Simon. Ein eventueller Sieg war nicht die Motivation zur Teilnahme: "Es macht uns Spaß zu forschen. Und wenn man an einem solchen Wettbewerb teilnimmt, stellt die Schule teure Geräte zur Verfügung", sagt Daniel. Außerdem sei Umweltschutz ein wichtiges Thema der Zukunft, für das es sich lohne, zu forschen.Den ersten Platz in Geo- und Raumeigenschaften erreichten Anne Hilt, Philip Groß und Alexander Klein mit ihrer Arbeit über die Radon-Konzentration im Grundwasser im Landkreis Saarlouis. "Wir wollten wissen, ob es Unterschiede in der Konzentration in den verschiedenen Schichten gibt, die das Wasser durchfließt", erklärt Philip. Dieses Thema sei aktuell von Bedeutung, da nicht klar gewesen sei, ob die Grubenbeben durch den Kohleabbau eventuell mehr Radon im Erdreich freigesetzt hatten als normal, das so vom Menschen eingeatmet werden und in dessen Lunge Schaden anrichten könnte. "Die Konzentration im Grundwasser ist aber nicht gefährlich, wie wir ergründen konnten", so Alexander. Auch ihr Projekt hat als besondere Lernleistung begonnen. "Unsere Lehrerin hat gefragt, ob wir es auch bei ,Jugend forscht' präsentieren wollen", erinnert sich Philip.Darauf, das Saarland von Donnerstag, 21. Mai, bis Sonntag, 24. Mai, beim Bundesfinale in Osnabrück zu vertreten, verzichten die jungen Forscher: "Zu der Zeit findet unsere Abiturfahrt statt", sagt Anne und Philip ergänzt: "Als klar war, dass sich beides zeitlich überlappt, haben wir beschlossen, zu verzichten und den Geo-Wissenschaftlern der anderen Bundesländer so eine größere Chance zu verschaffen." Auch Simon fährt nicht zum Finale; Daniel stellt die Brennzelle allein in Osnabrück vor. "Leider gehen die Erfolge der Schüler in dem aktuellen Abiturstress etwas unter", sagt Monika Reiter, die am RSG Chemie und Mathematik unterrichtet und die Teilnehmer an "Schüler experimentieren" und "Jugend forscht" betreut, "aber bei der Abiturfeier im Juni werden die erfolgreichen Forscher auf der Bühne geehrt".