Royals bestehen den „Elchtest“ nicht

Royals bestehen den „Elchtest“ nicht

Die Hoffnungen der Saarlouis Royals auf den Klassenverbleib in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B haben einen weiteren Dämpfer erhalten. Im zweiten Heimspiel des Jahres kassierten die Saarlouiser bei der 69:81-Pleite gegen die Baskets Elchingen bereits ihre 14. Saisonniederlage.

"Viel Glück in den Playoffs", ruft Dennis Mouget, der Trainer der Saarlouis Royals , seinem Pendant von den Baskets Elchingen hinterher. Darko Jerkic hat das Spielfeld der Stadtgartenhalle in Saarlouis gerade verlassen. Jetzt sucht der Trainer des Aufsteigers in die 2. Basketball-Bundesliga Pro B den Weg nach draußen. Doch eine Tür ist versperrt. "Ah Mist, ist die Tür wieder zu", ruft Mouget. Ein Satz, der aus Royals-Sicht zum Spiel am vergangenen Samstag passte. Während der kroatische Übungsleiter der Gäste aus Elchingen doch noch dort ankommt, wo er hin will, wird die Lage für die Saarlouis Royals immer verzwickter. Die Tür Richtung Klassenverbleib schließt sich mehr und mehr. Saarlouis kassierte gegen die "Elche" vor knapp 200 Zuschauern mit der 69:81 (30:46)-Pleite die dritte Niederlage in Folge und ist nach der 14. Pleite im 18. Saisonspiel buchstäblich am Tiefpunkt angelangt. Durch den 94:84-Sieg der Baskets Speyer gegen die Skyliners Frankfurt sind die Royals nun Schlusslicht der 2. Basketball-Bundesliga Pro B.

Entscheidend für die Niederlage war das katastrophale zweite Viertel, das Saarlouis mit 14:25 abgab - und damit gegen keinesfalls in Bestform spielende Gäste früh alle Chancen einbüßte. "Da haben wir sehr schlecht gespielt", sagte Mouget: "In der zweiten Halbzeit waren wir deutlich verbessert. Das gilt aber auch für den Gegner. Daher war der frühe Rückstand fast schon zu groß."

Haarsträubende Ballverluste

Der Saarlouiser Trainer Dennis Mouget scheint während der Partie gegen Elchingen fast schon etwas ratlos zu wirken.

Im zweiten Viertel leistete sich Saarlouis haarsträubende Ballverluste und traf selbst einfachste Würfe nicht. Vor allem Jimmy Lauter (nur 20 Prozent Trefferquote) und dem zuletzt formstarken Hari Mujkanovic, der zwar 13 Punkte erzielte, aber nur vier seiner 13 Versuche traf, klebte das Pech an den Fingern. "Viele von den Dingern, die wir heute vergeben haben, machen die Jungs sonst locker rein. Irgendwo ist es schon eine Kopfsache", sagte Mouget. Den Willen, das Ruder herumzureißen, konnte man seiner Mannschaft zu keiner Zeit absprechen. Nach der Pause stemmten sich die Saarlouis Royals gegen die Niederlage. Sie standen sich bei einer möglichen Aufholjagd aber weiterhin zu oft selbst im Weg. Vilius Sermokas, der mit 14 Punkten hinter Ricky Easterling (22 Zähler) zweitbester Saarlouiser Schütze war, verpasste beim Stand von 53:62 zu Anfang des vierten Viertels den möglichen Anschluss bis auf sechs Punkte. Im Gegenzug nagelte Elchingens Kevin Wysocki seinen Dreier zum 53:65 durch die Reuse und zerstörte die letzte Hoffnung der Royals.

Für die Saison gilt das noch nicht. Doch das nächste Spiel am kommenden Samstag um 19 Uhr bei den Licher Basket-Bären, die mit zwei Siegen mehr auf dem rettenden drittletzten Platz stehen, ist jetzt fast ein Endspiel.

Die Punkte für die Saarlouis Royals erzielten Ricky Easterling (22 Zähler), Vilius Sermokas (14), Hari Mujkanovic (13), Brennan McElroy (6), Jimmy Lauter, Edgar Schwarz (je 4), Danny Rodriguez, Ronny Weihmann (je 3).