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Rolle der Oberstufengymnasien im Kreis Saarlouis wächst

Rolle der Oberstufengymnasien im Kreis Saarlouis wächst

Das künftige saarländische Oberstufenkonzept trifft im Kreis Saarlouis auf Nachfrage. Die Oberstufengymnasien wachsen. Der Landkreis vermutet, dass noch mehr junge Leute den neun- statt achtjährigen Weg zum Abi gehen.

Das Abi soll es sein, am Ende, nach acht Jahren, wenn man ein Gymnasium besucht: Das hoffen die 3516 Jungen und Mädchen, die im laufenden Schuljahr Klasse fünf bis neun an den sechs Gymnasien im Kreis besuchen.

4983 Jungen und Mädchen besuchen eine der 16 Gemeinschaftsschulen (GemS, früher hießen sie Erweiterte Realschule oder Gesamtschule) im Kreis in Klasse fünf bis zehn. Die meisten verlassen ihre Schule nach dem mittleren Bildungsabschluss.

Den Weg bis zum Abi, früher seltene Ausnahme, geht nur eine Minderheit der Gemeinschaftsschüler. Doch es werden immer mehr. Der Weg dauert neun Jahre und führt in der Regel über ein Oberstufengymnasium. Diesen Weg baut das neue saarländische Oberstufenkonzept weiter aus. Mehrere GemS bilden ab 2018 jeweils einen Verbund an einem Oberstufen-Standort. Im Kreis Saarlouis sind es drei (wir berichteten). Den abi-willigen Schülern wird empfohlen, an ihrer Gemeinschaftsschule zu bleiben und den Unterricht am gemeinsamen Oberstufen-Standort zu besuchen. Das wird nach Einschätzung des Kreises Saarlouis den Anteil dieser Abiturienten erhöhen. Die schriftlichen Abiaufgaben bleiben im Übrigen landesweit für alle Abiturienten gleich.

Im laufenden Schuljahr kamen 619 Gymnasiasten in die Oberstufe. Das waren fast drei Mal mehr als die Schüler, die von Gemeinschaftsschulen im Kreis auf ein Oberstufengymnasium wechselten: 221 - im Vorjahr waren es noch 170 gewesen.

Ohne die Großen

Alles in allem, mit Zugängen von anderen Schulen, verzeichneten die Oberstufengymnasien 306 Zugänge gegenüber 276 im Vorjahr. Die beiden deutlich größten Oberstufengymnasien im Kreis sind allerdings nicht in die künftigen Verbünde einbezogen: Das Technisch-Wissenschaftliche Gymnasium (TWG) Dillingen nahm ins laufende Schuljahr 119 Schülerinnen und Schüler auf. 66 davon kamen von allen GemS im Kreis Saarlouis : 12 aus Rehlingen-Siersburg, zum Beispiel, 16 aus den beiden Saarlouiser Schulen. Die zweitgrößte selbstständige Oberstufe, gemessen nach Neuaufnahmen, ist derzeit das berufliche Oberstufengymnasium in Saarlouis (am KBBZ/TGSBBZ) mit 73 Neuen, davon 40 aus den GemS im Kreis (Vorjahr: 42, davon 15 aus den GemS im Kreis). Der Zuwachs kam vor allem aus den GemS in Überherrn (18), Schwalbach (7) und Wallerfangen (5). Deren Schüler waren im Jahr davor vor allem ans TWG gewechselt.

Zugelegt hat die erste gemeinsame gymnasiale Oberstufe im Saarland überhaupt, die an der Schule am Römerkastell und der Sophie-Scholl-Schule in Dillingen. Seit dem Schuljahr 2015/16 sind ihr drei weitere Schulen zugeordnet: Nalbach (7 Fünftklässler), Rehlingen-Siersburg (0) und Wallerfangen (3).

Ins berufliche Oberstufengymnasium am BBZ Lebach wechselten 29 Schülerinnen und Schüler: von der Theeltalschule Lebach (15), der Nikolaus-Groß-Schule Lebach (8) und der Kettelerschule Schmelz. Das BBZ wird ab 2018 Sitz einer gemeinsamen Oberstufe für Lebach, Schmelz und, im Nachbarkreis, für Eppelborn.

Neue Oberstufe

Neu wird als sechste Oberstufeneinrichtung für die Gemeinschaftsschulen Saarlouis , Saarwellingen, Schwalbach, Überherrn und Wadgassen an der GemS In den Fliesen in Saarlouis eröffnet, ebenfalls ab 2018.

Dann wird man im Kreis Saarlouis in drei Städten an elf Schulen Abitur machen können.