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Tanzen
Wenn Rock’n’Roll zum Leistungssport wird

 Marc Velten und Lea Andreas musste sich trotz guter Leistung mit Rang zwölf unter 17 Paaren der B-Klasse begnügen, wurden aber dennoch Saarlandmeister.
Marc Velten und Lea Andreas musste sich trotz guter Leistung mit Rang zwölf unter 17 Paaren der B-Klasse begnügen, wurden aber dennoch Saarlandmeister. FOTO: Oliver Morguet
Saarlouis. Am Wochenende hat der TSV Ford Saarlouis-Steinrausch die Süddeutschen Rock’n’Roll-Meisterschaften in der Sporthalle In den Fliesen ausgerichtet.

Trotz einer soliden Leistung hat es angesichts bärenstarker Konkurrenz für die Saarlouiser Teilnehmer Lea Andres und Marc Velten bei den Süddeutschen Rock’n’Roll-Meisterschaften vor heimischer Kulisse nicht fürs Finale gereicht. In der gut besetzten Sporthalle „In den Fliesen“ musste das Paar der gastgebenden „Cadillac Kings“ in der Vorrunde die Segel streichen und belegte Rang zwölf unter 17 Paaren. „Cadillac Kings“ nennt sich die Rock’n’Roll-Abteilung des TSV Ford Saarlouis-Steinrausch.


„Wir sind mit unserer eigenen Leistung eigentlich recht zufrieden, aber gegen diese starken Paare war einfach nicht mehr drin“, zogen die beiden nach ihrem Ausscheiden eine realistische Bilanz. Die Zwischenrunde, die vom Reglement her möglich gewesen wäre, hätten Marc Velten und Lea Andres zwar erreicht, geben aber zu: „Aufs Finale hätten wir aber vermutlich auch dann keine Chance gehabt.“ „Wir werden jetzt das Jahr abhaken und nur noch auf die nächste Saison schauen, damit es 2020 besser läuft“, blicken der 26-jährige Bankkaufmann und die ein Jahr jüngere Speditionskauffrau nach vorne, die im Vorfeld krankheits- und verletzungsbedingt nicht kontinuierlich trainieren konnten. Leider konnten die beiden auch den Nachrückerplatz, den sie vor dem Turnier innehatten, nicht halten.

„Wie schon im vergangenen Jahr, haben die Cadillac Kings wieder eine gelungene Veranstaltung organisiert. Die Stimmung in der Halle war von Anfang bis Ende sehr gut. Sowohl seitens des Publikums als auch seitens der Tänzer“, lobte Hans-Werner Kirz, Vizepräsident des Saarländischen Landesverbandes für Tanzsport (SLT) und Beauftragter für Rock’n’Roll-Leistungssport, der zusammen mit seiner Tochter Denise auch die organisatorischen Fäden als Turnierleiter in der Hand hielt.



„Die Zuschauer kamen zahlreich und haben für eine gute Stimmung gesorgt“, freuten sich Martin und Nadine Böhme, die als Trainer und Abteilungsleiter der „Cadillac Kings“ vor und hinter den Kulissen für den Erfolg der Sparte im TSC Ford Saarlouis-Steinrausch verantwortlich zeichnen. Im Breitensportwettbewerb am Vormittag konnten sie gute Erfolge ihrer Paare bejubeln: Ranjana Böhm/Cheyenne Maurer gewannen bei den Schülern 2 und Iljana Kruser/Beatrice Lovisa bei den Bambini.

Gut kamen beim Publikum auch die drei Formationen des Vereins an, die in Showblöcken vor den Turnieren ihr Können zeigten. Während die Jüngsten, die „Honeys“, bisher nur rein aus Spaß tanzen, haben die beiden älteren Formationen schon auch den sportlichen Ehrgeiz, sich in Turnieren mit anderen Teams zu messen.

„Mit den Thunder-Girls wollen wir in jedem Fall im November bei der Deutschen Meisterschaft in Bochum starten und hoffen, dass auch unser anderes Team, die „Rock-Academy“, bis dahin so weit ist“, gibt Nadine Böhm einen Ausblick aufs zweite Halbjahr. Um den beiden Gruppen ein Heimturnier bieten zu können, ist geplant, im kommenden Jahr ein Formationsturnier in Kombination mit einem Einzelturnier auszurichten. Dazu wäre es aber erforderlich, eine Halle mit einem zweiten abgegrenzten Raum fürs Eintanzen der Formationen zu haben. Hier laufen derzeit noch die Überlegungen, wo diese Voraussetzungen in Saarlouis erfüllt werden könnten. Alle Ergebnisse im Internet auf den Seiten der Cadillac Kings unter https://www.tsv-ford-steinrausch.de/category/verein/sportangebot/rock-n-roll/saar-kings-caddi.

(om)