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Bauplanung
Rietmann will erweitern

Die Firma Rietmann liegt abseits der Durchgangsstraße in Saarlouis-Lisdorf.
Die Firma Rietmann liegt abseits der Durchgangsstraße in Saarlouis-Lisdorf. FOTO: Jean Roi
Saarlouis. Aus Lisdorf in alle Welt: Rietmann produziert Backmischungen für prominente Marken. Jetzt will sich das Unternehmen baulich erweitern.

Nach einer Anpassung der Planung aufgrund von Bürger-Bedenken hat jetzt die Stadt Saarlouis erneut einen Entwurf für einen Bebauungsplan für die Firma Rietmann in Lisdorf aufgestellt. Riet­mann liegt ziemlich versteckt an der Grostrowstraße in Lisdorf, nahe der Saar. Das Unternehmen stellt Backmischungen her, die es weltweit vertreibt. 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hier laut Stadtverwaltung beschäftigt.


Rietmann eröffnete 1967 seine Fabrik in Lisdorf. Dort werden Backmischungen hergestellt. Dazu gehören Mischungen für Produkte von Toast, Fladenbrot und Dinkelvollkorn über spezielle Dinkel-Joghurt-Brötchen bis zu Muffins und Donuts. Als besonders erfolgreiches Produkt präsentiert Rietmann sein Original-Eiweiß-Brot, das reich an Proteinen und arm an Kohlehydraten ist. Das Brot hat sich laut Rietmann „zu einem festen Bestandteil europäischer Brotkultur“ entwickelt. Rietmann exportiert weltweit. Die Firma unterhält eine Dependance im Elsass sowie Büros in Barcelona und Miami/USA.

Jetzt will Rietmann, das von den Söhnen des Gründers geführt wird, an seinem Lisdorfer Mutter-Standort deutlich erweitern. Das Planungsgebiet inklusive des Gebäude-Bestandes umfasst rund 35 000 Quadratmeter.



Nach dem neuen Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes soll nun in einer ersten Phase ein Lärm- und Sichtschutzwall aufgeschüttet und bepflanzt, dazu eine zusätzliche Lärmschutzwand errichtet werden. Der Wall soll das Werk gegen die Wohnhäuser in der Saarstraße abschotten. Damit reagiert die Stadt auf Befürchtungen von Anwohnern der Saarstraße. Der Wall soll eine Gesamthöhe von acht Metern (statt zwei Meter der zunächst geplanten Wand) haben. Die geplante Produktionshalle rückt in der zweiten Phase statt 13 Meter nun 45 Meter von der Wohnbebauung ab.

Im südlicheren Teil bleibt es im Wesentlichen bei der ursprünglichen Planung, die bereits in der ersten Bauphase umgesetzt werden soll. Dort wird ein zweigeschossiges Verwaltungs- und Laborgebäude errichtet.

(we)