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Bauplanung
Ratsmitglieder kritisieren Kostensteigerung

Saarlouis. Neubauten der Kita Roden und der Grundschule Steinrausch werden teurer als geschätzt.

Kritik aus dem Rat zur Kostenentwicklung zweier großer Bauprojekte der Stadt musste sich die Stadtverwaltung in der jüngsten Ausschuss-Sitzung anhören. So wird die neue Kita Roden mindestens 4,46 Millionen Euro kosten. Mehrkosten von 148 000 Euro verursacht allein die Ausstattung der Kita. Die zunächst veranschlagte Summe werde allein für feste Einbauten benötigt, etwa die Ausstatung der Hauptküche nd der drei Mensen. Altomaro Locurcio (FWG), der Grüne Gabriel Mahren („Da fehlen uns Infos über die Sprünge“) und Sabina Hartnack (SPD, „Wir nehmen das zur Kenntnis, finden die Kostensteigrung aber problematisch“) kritisierten die Mehrkosten. Die Kita Roden wird nun erst frühestens Mitte Februar 2019 fertig. Denn, sagte die Ingenieurin Monika Ames-Rock, die Ausschreibung für Fenster und Türen müsse wiederholt weren. Im ersten Anlauf habe sich nur eine Firma gemeldet, und deren Angebot sei nicht rechtskräftig unterschrieben gewesen.


Zum Schuljahr 2020/2021 soll die Erweiterung der Grundschule auf dem Steinrausch in Betrieb genommen werden. Aus einem Wettbewerb hat sich dazu ein Entwurf des Freiburger Büros abmp durchgesetzt. Architekt Max Munkel erläuterte ihn in der Sitzung. Danach wird ein L-förmiges Gebäude an den halbrunden Bestandsbau (,,Schnecke“) angegliedert. Es entstehen vier Klassenräume, zwei Differenzierungs- und zwei Gruppenräume sowie Funktionsräume für den künftigen Ganztagsbereich. Gerechnet wird mit bis zu 116 Kinder im Halb- und 100 Kinder im Ganztagsbereich. Ursprünglich waren 2,1 Millionen Euro geschätzt worden. Jetzt sind es 4,8 Millionen - vorbehaltlich einer Genehmigung durch die Kommunalaufsicht. Die Differenz erregte Kritik im Ausschuss, insbesondere bei Gabriel Mahren (Grüne) und Altomaro Locurcio (FWG). Erklärt wurde die Differenz damit, dass zunächst ganz abstrakt und ohne Kenntnis eines Entwurfs pauschal nach festen Quadratmeter-Kosten geschätzt worden sei. Eine größere Bruttogrundfläche und die Festlegung auf den energetischen Standard KfW 55 (Passivhaus) hätten zur jetztigen Kalkulation geführt.

De Entwurf selbst fand Gefallen bei den Ausschussmitgliedern. Beirat und Ausschuss billigten ihn einstimmig bei einer Enthaltung.