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Arbeitsmarkt
Positive Signale vom Arbeitsmarkt

Saarlouis. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit im Kreis Saarlouis deutlich gesunken. Quote lag im Februar bei 5,1 Prozent.

Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Saarlouis ist im Februar minimal gestiegen. Mit 5203 lag sie um 23 über dem Januarstand. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl jedoch deutlich – um elf Prozent – gesunken.


Von den 5203 aktuell gemeldeten Personen waren 2076 bei der Agentur für Arbeit registriert, 3127 beim Jobcenter des Landkreises. Weitere 3110 Personen sind Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus. Sie haben kein reguläres Beschäftigungsverhältnis, gelten aber nicht als arbeitslos.

Die Arbeitslosenquote im Kreis lag im Februar bei 5,1 Prozent, das waren 0,6 Prozentpunkte weniger als vor einen Jahr. Saarlouis nimmt mit dieser Quote im Landesvergleich eine Position im Mittelfeld ein. Besser sieht es in den Landkreisen St. Wendel (3,5 Prozent) und Merzig-Wadern (4,6) aus. Der Saarpfalz-Kreis (5,3 Prozent), der Landkreis Neunkirchen (7,4), vor allem aber der Regionalverband Saarbrücken (9,3) schneiden dagegen bedeutend schlechter ab.



„Die Menschen profitieren derzeit von einer regen Nachfrage auf Seiten der Unternehmen. Aus der Arbeitslosigkeit heraus eröffnen sich gute Beschäftigungschancen, insbesondere für qualifizierte Fachkräfte“, betont Jürgen Haßdenteufel, der Leiter der Agentur für Arbeit Saarland. „Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt darin, Ungelernte zu qualifizieren, immer mit Blick auf die Bedürfnisse des Marktes. Wer Fachwissen besitzt, hat deutlich höhere Chancen auf Integration und langfristig wesentlich bessere Perspektiven als jemand, der nur auf Helfer-Niveau arbeiten kann.“

Laut Haßdenteufel investiere die Arbeits-Agentur daher sehr zielgerichtet in Weiterbildungsmaßnahmen: „Im Jahr 2018 stehen dafür seitens der Agentur für den Kreis Saarlouis 5,2 Millionen Euro zur Verfügung.“

An offenen Stellen haben die Unternehmen in der Region im Februar insgesamt 540 gemeldet, 18,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. In der Summe sind aktuell 1760 offene Stellen gemeldet. Besonders gesucht werden dabei weiterhin Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Kunststoff- und Holzherstellung und -verarbeitung, Metallerzeugung und -bearbeitung, Maschinen- und Fahrzeugtechnik, Verkehr, Logistik und Fahrzeugführung, Bau, Verkauf, Tourismus und Gastgewerbe sowie medizinische und nichtmedizinische Gesundheitsberufen.