Polizei erwischt Graffiti-Sprayer

Polizei erwischt Graffiti-Sprayer

Saarlouis. Mit einem Tag (englisch für Markierung) setzen Graffiti-Sprayer ihren Schmierereien ein Siegel auf, quasi eine Unterschrift. "Puls" war das Markenzeichen einer Gruppe von vier jungen Männern, die von der Polizei in Saarlouis auf frischer Tat geschnappt wurden. Zwar sind die Täter, im Alter von 19 bis 24 Jahren, aus Dillingen und Saarlouis, den Beamten bereits am 23

Saarlouis. Mit einem Tag (englisch für Markierung) setzen Graffiti-Sprayer ihren Schmierereien ein Siegel auf, quasi eine Unterschrift. "Puls" war das Markenzeichen einer Gruppe von vier jungen Männern, die von der Polizei in Saarlouis auf frischer Tat geschnappt wurden. Zwar sind die Täter, im Alter von 19 bis 24 Jahren, aus Dillingen und Saarlouis, den Beamten bereits am 23. August ins Netz gegangen, aber im Laufe der Ermittlungen konnten ihnen weitere illegale Graffitis nachgewiesen werden.Eine Anwohnerin der Saarlouiser Zeughausstraße meldete sich damals bei der Polizei Saarlouis. Sie beobachtete die vier Täter dabei, wie sie eine Hausfassade beschmierten. "Sie hat sich richtig verhalten, meldete sich bei uns ohne die jungen Leute aufzuschrecken", erklärte Kriminalkommissar Manfred Zang, zuständig im Bereich Jugendkriminalität. Damit hatten die Beamten die Gelegenheit, das Sprayer-Team auf frischer Tat zu ertappen. Am Tatort wurden Spuren sicher gestellt, die man den Tätern zugeordnete. "Aufgrund ihrer Motive haben wir 36 gleich gelagerte Fälle von Völklingen, Bous über Saarlouis bis nach Dillingen feststellen können", erklärte Zang.

Seit der Festnahme habe es keine weiteren Graffitis mit den Tags der Gruppe gegeben. Sie wird mit der Dillinger "Sprühergroup 763" in Verbindung gebracht, die sich an Autobahnbrücken, am Ford-Hochhaus, am Landratsamt und an vielen Privathäusern zu schaffen gemacht hatten. Alleine in Saarlouis zählte die Polizei 108 Graffitis.

Es geht um "Respect and Fame", Respekt und Ruhm, danach wählen die illegalen Sprayer die Orte der Schmierereien aus. Je auffälliger und sichtbarer der Ort, desto größer die Anerkennung. Den Schaden, den die vier geschnappten Täter angerichtet haben, schätzt die Polizei auf etwa 50 000 Euro.