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Patrik Lauer und Heiko Maas fordern Perspektive für Ford in Saarlouis

Zukunftsperspektive für Saarlouiser Ford-Werk gefordert : „Ford gehört fest zu unserem Landkreis“

Für das Ford-Werk in Saarlouis fordern Landrat Patrik Lauer und der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Florian Schäfer klare Zukunftsperspektiven. Unterstützung kommt auch von Bundesaußenminister Heiko Maas.

Nach der Ankündigung von Ford, seine ersten Elektro-Autos in Köln bauen zu lassen (wir berichteten), fordert der Saarlouiser Landrat Patrik Lauer eine Zukunftsperspektive für das hiesige Ford-Werk: „Ford gehört fest zu uns und in unserem Landkreis Saarlouis! Die Ankündigungen der Konzernspitze lässt unsere Leute in Saarlouis bitter zurückfallen. So kann das nicht weitergehen!“ Lauer betont:

„Unsere Region und die Menschen bei Ford brauchen endlich mal eine Perspektive, wie es weitergehen soll!“ Hierzu seien sowohl Ford als auch die Politik gefragt. Sein Vorschlag: „Das Saarland ist Wasserstoffmodellregion – warum nicht im Landkreis den Antrieb der Zukunft bauen.“ Zusammen mit SVolt in Überherrn und neuen Wasserstofftechnologien könnte Saarlouis der innovative Automobilstandort bleiben, „für den wir über Jahrzehnte bekannt waren“.

Dafür bringt der Standort Saarlouis alles mit, sagt der Landrat: „Global vernetzte Unternehmen, kurze Wege und eine hoch motivierte Arbeitnehmerschaft. Worauf warten wir noch?“

Unterstützung erhält er von Florian Schäfer, SPD-Stadtverbandsvorsitzender von Saarlouis: „Ford muss jetzt dringend Antworten liefern.“ Seit Monaten kämpfe der Betriebsratsvorsitzende Markus Thal mit seinem Team engagiert für eine sichere Zukunft für Ford Saarlouis.

„Wie kann ein Arbeitgeber mit zwei Standorten in Deutschland nur zu einem Stellung beziehen und 5500 Beschäftigte und ihre Familien mit einer solchen Ungewissheit alleine lassen“, fragt Schäfer, der bezüglich Ford von einer „fehlenden sozialen Verantwortung gegenüber seinen Beschäftigten“, spricht. Er schließt sich dem Vorschlag seines Parteikollegen Patrik Lauer an.

„Wenn das E-Auto vergeben ist, hat Saarlouis und Ford die Chance, den Standort zum Beispiel für ein Wasserstoffmodell auszubauen.“ Hier seien auch die Bundespolitik und insbesondere der Wirtschaftsminister gefordert, „um den Weg gemeinsam mit Ford, für diese Innovation zu ebnen“, sagt Schäfer.

Auch Bundesaußenminister Heiko Maas pocht auf den Erhalt: „Das Engagement und der Wille der Arbeitnehmerschaft für Ford, das Auto der Zukunft in Saarlouis zu bauen, ist ungebrochen. Die politisch Verantwortlichen stehen hinter dem Werk, die Voraussetzungen für eine positive Zukunft des Werkes im Saarland sind also gegeben.“

Mit diesem Rückhalt und den Chancen, die sich aus dem Green Deal in Europa ergebe, „kann Ford in Saarlouis neue innovative Wege einschlagen“, sagte Maas.