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Orgel-Uraufführung mit Gorka Cuesta in Saarlouis-Lisdorf

Uraufführung in der Barockkirche : Eine sanft strahlende Flöte trifft die Orgel

Die Preisträger des 9. Internationalen Orgel-Kompositions-Wettbewerb in Lisdorf stehen fest. Das Sieger-Konzert als Uraufführung erfolgt nun trotz Corona.

In der Lisdorfer Barockkirche steht die Uraufführung anlässlich des 9. Internationalen Orgel-Kompositions-Wettbewerb bevor. Der Förderverein Klingende Kirche lädt für Sonntag, 27. September, 17 Uhr, hierzu, zur Ehrung der Preisträger des Wettbewerbs sowie zur Verleihung des Kirchenmusikpreises der Stadt Saarlouis ein – unter Corona-Bedingungen. Den Preis bekommt der Wiener Komponist und Organist Prof. Michael Radulesc, regelmäßiger Referent bei den internationalen Orgel-Workshops in Lisdorf.

In einem Grußwort zur Festschrift schreibt OB Peter Demmer, nach dem Lockdown im Frühjahr schaue er „mit leiser Zuversicht“ wieder zaghaft nach vorn. „Ich finde, der Lisdorfer Orgel-Kompositions-Wettbewerb ist für diesen Neubeginn ein wunderbares Zeichen. Die inspirierende Kraft der Musik hat die Menschen immer schon durch schwere Zeiten begleitet. Sie spendet Trost, aber auch Hoffnung. Kaum ein Instrument kann dies besser verdeutlichen als die Orgel mit ihrer Symbiose aus Kraft und Eleganz.“

Veranstalter sind die Katholische Kirchengemeinde Saarlouis-Lisdorf, die Kreisstadt Saarlouis, das Bistum Trier sowie der Förderverein Klingende Kirche.

Uraufgeführt wird ein Stück von Gorka Cuesta, geboren 1969 in San Sebastian (Spanien), die Komposition „Les mots de la lumière“ für Orgel und Flöte. Die Jury schwärmte ungewöhnlich stark von diesem Wettbewerbsbeitrag („Sanft strahlende Töne der Flöte im Zwiegespräch mit der Orgel als Widerpart“).

Cuesta studierte Komposition, Analyse und Orchestrierung bei Peio Cabalette an der Ecole National de Musique in Bayonne. Anschließend studierte er Harmonie bei Loic Mallié am Conservatoire National Supérieur de Musique in Lyon. Er schloss sein Studium als Kompositionsstudent bei Edith Canat de Chizy am Konservatorium „Erik Satie“ in Paris ab. Seit 1989 ist er einer der Organisten in der Basilika Santa Maria del Coro in San Sebastian. Der erste Preis ist mit 2000 Euro, der Uraufführung und ihrer Produktion durch den SR ausgestattet.

Der zweite Preis (1000 Euro) wurde Matthias Wamser (geboren 1968 in Rheinfelden) für seine Komposition „Annäherung“ für Orgel und Violoncello zuerkannt. Den dritten Preis (500 Euro) erhielt Jean Francois de Guise (geboren 1970 in Aken/Deutschland) für die Komposition „Piece for Violin and Organ“ für Orgel und Violine.

 Ministerpräsident Tobias Hans würdigt in der Festschrift, der Saarlouiser Orgel-Kompositionswettbewerb habe sich zu einem renommierten Musikereignis entwickelt, das zum jeweiligen Abschluss „ein außergewöhnliches Preisträgerkonzert bietet und mit herausragenden Kompositionen glänzt“. Die Organisatoren hätten mit Entschlossenheit, Mut und Kreativität den Wettbewerb auf die Beine gestellt, „mittlerweile ein Markenzeichen der besonderen Klangkunst weit über die Grenzen des Saarlandes hinaus“.

Auch Landrat Patrik Lauer unterstreicht, es sei „dem Förderverein Klingende Kirche mit diesem internationalen Orgel-Kompositions-Wettbewerb gelungen, eine bislang einzigartige kirchenmusikalische Veranstaltung zu etablieren. Auf ein solch hochkarätiges Kulturangebot können die Stadt und der Landkreis Saarlouis sehr stolz sein.“

 In diesem Durchgang haben 58 Komponisten aus 15 Ländern ihre Arbeiten eingereicht. 32 Komponisten kamen aus Deutschland, je sechs aus Japan und Österreich, drei aus Dänemark.

Der Vorsitzende der internationalen Jury, Dr. Thomas Daniel Schlee aus Wien lobte: „Saarlouis bleibt ein lebendiges Zentrum der Orgelkunst.“

Der Träger des Kirchenmusikpreises der Stadt Saarlouis, Prof. Michael Radulescu (links), mit dem künstlerischen Leiter, Armin Lamar. Foto: Harald Weiler

Zu Ehrung und Uraufführung (mit Pavol Valásek, Orgel, und Dante Montzoya, Flöte) bittet der Veranstalter wegen der Corona-Regeln um Anmeldung bis Samstag, 19. September: www.klingende-kirche.de; mb@klingende-kirche.de