Nur Lauter spricht vom AufstiegOberliga: Aufsteiger Dillingen empfängt den TuS Ensdorf

Nur Lauter spricht vom AufstiegOberliga: Aufsteiger Dillingen empfängt den TuS Ensdorf

Saarlouis. Derbyzeit in der Basketball-Oberliga. Am Samstag um 18 Uhr empfängt Aufsteiger BBF Dillingen in der Sporthalle Diefflen den TuS Ensdorf. Dillingen wartet nach zwei Niederlagen zum Saisonstart noch auf den ersten Sieg. Im Derby sehen sich die Gastgeber in der Außenseiterrolle. "Ich hoffe, dass wir das Spiel möglichst offen halten können", sagt Trainer Dominic Dörr

Saarlouis. Derbyzeit in der Basketball-Oberliga. Am Samstag um 18 Uhr empfängt Aufsteiger BBF Dillingen in der Sporthalle Diefflen den TuS Ensdorf. Dillingen wartet nach zwei Niederlagen zum Saisonstart noch auf den ersten Sieg. Im Derby sehen sich die Gastgeber in der Außenseiterrolle. "Ich hoffe, dass wir das Spiel möglichst offen halten können", sagt Trainer Dominic Dörr. Seine Mannschaft muss ohne den besten Mann Christoph Rupp (Urlaub) auskommen. Bei Ensdorf fehlt mit Björn Schibrak jedoch ebenfalls ein wichtiger Spieler aus beruflichen Gründen. Beide Mannschaften wissen von diesen Ausfällen schon länger und wollten das Spiel verlegen. "Wir wollen, dass das beste Team gewinnt. Doch der Verband war dagegen, und so müssen wir beide geschwächt antreten", sagt TuS-Trainer Dennis Mouget verärgert. Obwohl Dillingen seine beiden Auftaktspiele recht deutlich verlor, warnt Mouget, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen. "Ich habe viele der Jungs schon selbst trainiert und BBF-Trainer Dörr kenne ich auch schon ewig. Das ist eine junge Mannschaft, die viel rennen und aggressiv spielen wird." müsSaarlouis. Nein, so richtig traut sich keiner, das Wort Aufstieg in den Mund zu nehmen. "Wir sind nicht blauäugig. Unser primäres Ziel ist es, in der Liga zu bleiben", wiegelt Hanno Mouget, der Manager des TV Saarlouis, ab. Der Basketball-Regionalligist startet am Sonntag um 17.30 Uhr in der Kreissporthalle gegen den SV Tübingen in die neue Runde - eine ungewisse Runde. Wäre der Kader noch derselbe wie vergangenes Jahr und mit den drei Neuzugänge vom ATSV Saarbrücken verstärkt, dann wären die Saisonziele andere, sagt Mouget. So aber verließen mit Kolja Mühlberger, Dennis Mouget, Tomasz Wojnowski und Jan Heck vier wichtige Spieler den TVS.

Die Vorbereitung mit dem kleinen Zehn-Mann-Kader verlief trotzdem schon viel besser als in der vergangenen Runde. Während damals viele Spieler erst kurz vor Saisonstart zur Mannschaft stießen, trainieren sie jetzt schon seit Juni zusammen. Nach einer intensiven Ausdauervorbereitung, die noch Dennis Mouget leitete, konnte der zuvor in Amerika weilende Trainer Chris Cummings Mitte August mit der Detail-Arbeit beginnen. Jetzt sind alle Spieler fit und das Zusammenspiel funktioniert.

Ein, zwei Spieler könnten sie trotzdem noch gebrauchen. Zwar hat der TVS auch im vergangenen Jahr gezeigt, dass er mit einem kleinen Kader gut zurecht kommt, doch darauf wollte es der Verein dieses Mal nicht ankommen lassen. Vor allem im Training sei es wichtig, fünf gegen fünf spielen zu können, erklärt Mouget. "Doch die Spieler, die uns weiterhelfen könnten, sind entweder nicht auf dem Markt oder nicht finanzierbar", verdeutlicht der Manager das Problem.

Einen großen Flügelspieler hätte Saarlouis noch gern. Doch weil Mannschaften wie MTV Stuttgart, SG TVD-BIS Speyer und ASC Theresianum Mainz viel Geld in neue Spieler gesteckt haben, bleiben dem TV Saarlouis "in der Peripherie Deutschlands", wie Mouget es umschreibt, wenig Möglichkeiten. "Wir sind personell vielleicht nicht so stark aufgestellt als andere Teams in der Liga, dafür aber durch die Ideen und Kniffe von Chris cleverer", hofft Mouget auf die Künste des Erfolgstrainers.

Zum Auftakt geht es gegen Tübingen. Ein Gegner, den die Verantwortlichen nicht wirklich einschätzen können. Denn die Schwaben werden vielleicht mit dem einen oder anderen Spieler ihrer Bundesligamannschaft anreisen, da diese noch nicht in die Saison gestartet ist.

Und falls Saarlouis doch durchstartet? Zumindest einer nimmt das Wort Aufstieg dann doch in den Mund. "Also ich persönlich möchte natürlich alle Spiele gewinnen. Und da wäre der Aufstieg ein super Bonus", sagt Routinier Jimmy Lauter.