1. Saarland
  2. Saarlouis
  3. Saarlouis

Noch einmal alle Kräfte für die Fastnacht mobilisiert

Noch einmal alle Kräfte für die Fastnacht mobilisiert

Roden. Da sind nochmals alle Kräfte mobilisiert worden, um eine letzte Attacke auf die fünfte Jahreszeit zu starten. Treffpunkt Roden: Lange bevor einer der größten Fastnachtsumzüge in der Region startete, hatte sich bereits das närrische Volk in Scharen am Straßenrand versammelt. Weit über 80 Gruppen haben sich am großen Finale der Rodener Faasend beteiligt

Roden. Da sind nochmals alle Kräfte mobilisiert worden, um eine letzte Attacke auf die fünfte Jahreszeit zu starten. Treffpunkt Roden: Lange bevor einer der größten Fastnachtsumzüge in der Region startete, hatte sich bereits das närrische Volk in Scharen am Straßenrand versammelt. Weit über 80 Gruppen haben sich am großen Finale der Rodener Faasend beteiligt. Der Umzug ist das absolute Highlight der Straßenfastnacht in und um Saarlouis. Und so hieß es am laufenden Band: "Alleh Hopp". Alleine 13 Musikkapellen und Fanfarenzüge sorgten für Partystimmung. Und während die Erwachsenen hier und da hochprozentige Kurze in die Hand gedrückt bekommen hatten, gingen die Kinder auf die Jagd nach Süßigkeiten.Die Gruppen präsentierten sich in farbenprächtigen und fantasievollen Kostümen, wie zum Beispiel die Musketiere um Tilly Strauß. Die Rodenerin ist diese Session von Karo-Blau-Gold mit dem Max-Putze-Verdienstorden ausgezeichnet worden, weil sie seit Jahrzehnten schon für die tollen Kostüme der Karnevalisten sorgt. Und wer sie und ihre Truppe sah, wusste, dass diese Auszeichnung mehr als verdient gewesen ist. Lebach. Zum ersten Mal in der Narrenkapp sahen die Lebacher ihren Bürgermeister: Arno Schmidt war zum Senator ernannt worden und durfte den Elferrat gestern beim Faasenddienstagsumzug begleiten. Über 50 Fußgruppen und Motivwagen schlängelten sich durch die Stadt. Kleine und große Gardemädchen lockerten mit ihren munteren Tänzen das Straßenbild auf, drei Spielmannszüge (Steinbach, Eppelborn, Marpingen) sowie fünf Musikvereine (Steinbach, Bubach, Aschbach, Thalexweiler, Landsweiler) sorgten für die Musik. Die närrischen Hoheiten aus Schmelz und Eppelborn begleiteten das Lebacher Prinzenpaar Olga und Julian. Auch die Kinderprinzenpaare aus Steinbach und Schmelz gaben sich die Ehre. Sportlich, eigentlich gewagt, präsentierte sich ein hula hupp schwingender"Neger" auf einem Motorrad. Kleine Cowboys und -girls schlugen Salto, Bienchen summten um ihre Imker, die Goldstrooßer kamen aus dem ewigen Eis, als Eisbären, Pinguine und Eisfeen. Engel und Teufel marschierten nebeneinander, die Knastbrüder des TV Landsweiler hatten keine Chance, aus ihrem Kerker auszubrechen. Und aus Bitche hatten die Städtepartner die Konfetti-Kanone gleich samit Zitadelle mitgebracht. Diefflen. Wenn am Fastnachtsdienstag in Diefflen die Hännescher zum großen Umzug rufen, dann sind nicht nur die närrischen Aktiven aus dem Ort und der Umgebung zur Stelle. Wie in jedem Jahr säumten auch gestern fröhlich verkleidete Zuschauer in dichten Reihen den Weg des Umzugs quer durch den Ort. 28 Gruppen waren auf den Beinen. Von diesen waren gleich 17 mit Wagen unterwegs. Ein kleines Bienenvolk summte über die Straße, gefolgt von gestandenen Cowboys und feurigen Saloongirls aus Santa Fe, dargestellt von den Kegelfreunden. Auch der Dillinger Bürgermeister Franz-Josef Berg rollte im Zug mit, in seiner zinnenbewehrten Gefängnisburg. Besonders originell war die Belegschaft des Möbelhauses Schütz: als Tischlein deck dich. Römische Legionäre und ein Indianerstamm, komplett mit Zelten und Totempfahl steuerte der Fußballverein Diefflen bei. Gefolgt von wandelnden Wärmflaschen. Mit dabei waren auch wieder die französischen Narren des befreundeten Vereins die "Windbeutel" aus Creutzwald. Beaumarais. Ein Traktor schnurrt durch die fast leere Hauptstraße, in der Luftschlangen und Süßes den Asphalt garnieren. Lustig winken grün gekleidete Narren von der offenen Ladefläche auf ihrer Solotour durch Beaumarais. Denn der Umzug ist längst an der Bruchwiesenhalle angekommen und lässt dort die Faasend trocken und warm ausklingen. Vorneweg bahnte sich der Spielmannszug Wallerfangen den Weg. Im Gefolge die Rosengarde des TV 1901 Beaumarais in blutroten Gewändern und Gardekostümen. Die Frauengemeinschaft hatte als Außerirdische die Zukunft im Gepäck, die Pfadfinder folgten ihrem Hirten als "Scharfe Schafe". Mit Handschuhen am Scheibenwischer huldigte der TUS Beaumarais dem Handwerker. Für die "Armen Bauern" der Feuerwache West reichte es nur noch zum Ziehwägelchen. Dagegen thronten die "Bänker" aus gleichem Haus auf hohem Motivwagen, jedoch im Zeichen des Geiers.