Businesstreff: Nachdenken über die berufliche Zukunft

Businesstreff : Nachdenken über die berufliche Zukunft

Beim Business-Treff der Kreissparkasse ging es um Chancen und Gefahren der Digitalisierung.

Selbstfahrende Autos, Drohnen, die Pakete zustellen, Schuhe oder Essen aus dem 3-D-Drucker – nur einige Beispiele aus der Welt der digitalen Revolution, die unser Leben kräftig umkrempeln werden. Den Anfang sind wir schon mitgegangen, mit Internet, Smartphone und Co., und wir nehmen weiter fast unmerklich an vielen Neuerungen teil. Das wirklich Revolutionäre an dem, was auf uns zukommt, aber ist die Fähigkeit des Digitalen, alles mit allem zu vernetzen. Was besonders im Arbeitsleben zu der Frage führt, ob der Mensch hier oder die Person da in Zukunft noch gebraucht wird. Aber was dann?

Moritz Ettl vom Potsdamer Hasso-Plattner-Institut, mit seinen 25 Jahren bereits Manager maßgeschneiderter Führungsprogramme und gefragter Experte in den Bereichen Digitalisierung, Transformation und Innovation, ist sich sicher, dass die Entwicklung exponentiell abläuft und deshalb sehr bald grundlegend Arbeit und Berufsleben verändern wird. Sein Bild von „Future 2030“ vor Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern beim Business-Treff der Kreissparkasse Saarlouis zeichnete eine Zukunft, die unternehmerisch denkenden Menschen vor allem die Fähigkeit abverlangt, sich stets neu auf Herausforderungen einzustellen und auch „den Job neu zu definieren“.

Die Kriminalität im Internet war das Thema des zweiten Referenten des Abends, Maurice Marrali. Er ist Leiter der Zentralstelle Cybercrime bei der saarländischen Polizei und arbeitet dabei auch mit externen Dienstleistern wie Google oder Facebook zusammen. Marrali berichtete von seinen praktischen Erfahrungen in der Ermittlungs- und Aufklärungsarbeit und ging auch auf die Gefahren ein, die im Internet lauern.

Was heißt nun die immense technologische Entwicklung für uns? Ist sie mehr Chance oder mehr Risiko? Oder beides? Diese Fragen standen noch lange im Mittelpunkt des anschließenden Beisammenseins. Haften blieb vor allem, dass die gesellschaftspolitischen Fragen, die Moritz Ettl mit seinem Vortrag indirekt aufgeworfen hatte, breiter und intensiver als bisher diskutiert werden müssen.

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