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Nach Schließung wegen Problemen beim Brandschutz: Saarlouis prüft Nutzung der Kulturhalle Roden

Kostenpflichtiger Inhalt: Vereine hoffen auf Ausnahmen : Tür zur Kulturhalle Roden doch noch ein Spalt offen?

Kann die Kulturhalle Roden vielleicht doch wenigstens ab und zu geöffnet werden? Das prüft die Stadt Saarlouis seit Anfang Februar. Die Vereine hoffen.

Die Stadtverwaltung hat bereits Anfang Februar auf eigene Initiative eine Prüfung angestoßen, ob es möglich ist, die Kulturhalle im Saarlouiser Stadtteil Roden in Einzelfällen und für wichtige Veranstaltungen in Ausnahmefällen zu nutzen. Diese Prüfung dauert zurzeit noch an, teilte die Stadt am Donnerstag weiter mit. Die CDU-Landtagsabgeordneten Marc Speicher und Raphael Schäfer hatten Anfang der laufenden Woche eine solche Prüfung insbesondere auf den Brandschutz hin gefordert

Die große und barrierefrei zugängliche Kulturhalle Roden muss nach Jahrzehnten saniert werden. Insbesondere nach einem Brandschutzgutachten stand fest, dass sie nicht weiter benutzt werden kann wie bisher. Das hat einige Vereine vor Probleme gestellt, denn Alternativen sind zwar von der Stadt vorgeschlagen worden, erwiesen sich aber nicht in jedem Fall als geeignet. Das wirkt sich verstärkt in der Fastnachts-Session aus. So musste die traditionelle Seniorenfastnacht mit mehreren hundert Gästen ausfallen.

Erfolgreich war der Versuch der Stadt, die Kulturhalle in das Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt aufzunehmen. Durch das Förderprogramm werden die Sanierungsmaßnahmen neben den städtischen Eigenmitteln zu je einem Drittel von Land und Bund gefördert. Gleichzeitig bedeutet die Aufnahme in das Soziale-Stadt-Gebiet aber auch, dass bürokratische Verfahren zu beachten sind, um den Anforderungen des Förderprogramms Genüge zu tun. Heißt: Durch die Städtebauförderung dauert die Sanierung zwar länger, durch sie wird sie aber überhaupt erst möglich. Ein Zeitplan ist bislang noch nicht veröffentlicht worden.

(we)