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Mut-Tour macht im Kreis Saarlouis auf das Thema Depression aufmerksam

Mut-Tour in Saarlouis : „Wir wollen auf Depression aufmerksam machen“

Wegen Corona ist dieses Jahr die „Tour“ in Saarlouis eine andere...

Sie radeln mit dem Tandem durch Deutschland, suchen vor Ort das Gespräch mit Bürgern und wollen auf ein Thema aufmerksam machen, über das noch immer zu wenig gesprochen wird: Depression.

Dafür engagieren sich seit 2012 jährlich Teilnehmer bei der Mut-Tour. Über 50 Menschen mit und ohne Depressionserfahrung erkunden dann gemeinsam den Norden und Süden Deutschlands, machen in verschiedenen Städten Halt und setzen sich mit ihren persönlichen Geschichten für mehr Wissen und Mut im Umgang mit psychischen Erkrankungen ein.

So auch 2020. „Die Mut-Tour läuft seit dem 20. Juni und am Donnerstag sollten eigentlich sechs unserer Teilnehmer nach Saarlouis kommen, um vom Projekt und ihrem Umgang mit Depression zu berichten“, erzählt die Projektleiterin Annika Schulz. Doch wegen der Corona-Pandemie werden keine Etappen gefahren.

Stattdessen haben sich die Initiatoren eine Alternative einfallen lassen: „Bei der virtuellen Mut-Tour ist es möglich, die ursprünglich geplante Strecke der zehn Etappenteams auf einer interaktiven Deutschlandkarte zu verfolgen“, sagt Schulz. Dort können dann Informationen am Wegesrand angeklickt werden. „Die roten Häuschen stellen zum Beispiel psychosoziale Hilfsangebote dar“, erklärt die Organisatorin.

Wer dann Saarlouis auf der Karte aufrufe, werde zwei rote Häuser sehen. Dort können sich Betroffene bei Fragen oder Problemen hinwenden. „Außerdem lassen sich verschiedene Portraits und ermutigende Geschichten unserer Teilnehmer entdecken“, sagt die Projektleiterin. „Wir wollen mit der Aktion Mut spenden, auf das Thema Depression aufmerksam machen und aufzeigen, wo es Hilfsangebote gibt“, erklärt Schulz.

„Wir suchen im Frühjahr nach Teilnehmern, die sich auf unserer Internetseite melden können.“ Danach lernen sich die Teilnehmer an einem von drei Kennenlern-Wochenenden persönlich kennen. „Für viele ist es ein schönes Erlebnis, offen über die Erfahrungen zu sprechen. Die Teams kochen, fahren und zelten zusammen. So wächst die Gruppe schnell zusammen“, berichtet Schulz.

Weitere Infos: www.mut-tour.de