MPG-Mädchen in der Zentrale von Google in Paris

Besuch bei Google France : Hinter den Kulissen von Google in Paris

Schülerinnen des Max-Planck-Gymnasiums besuchten die Frankreich-Zentrale des Internet-Giganten.

Zum Aktionstag Girls’ Day hat eine Gruppe von 18 Schülerinnen des Max-Planck-Gymnasiums Saarlouis (MPG) die Frankreich-Zentrale des Internet-Giganten Google in Paris besucht. Dort bekamen die Neuntklässlerinnen einen eindrucksvollen Einblick in den Alltag des Global Players. Informatiklehrerin Yvonne Meyer sowie Informatik-Professorin Verena Wolf und Savina Takeva von der Koordinationsstelle Gender Equality MINT (GEM) von der Universität des Saarlandes begleiteten die Schülerinnen.

Beim Blick hinter die Kulissen von Google und YouTube erfuhren die Teilnehmerinnen einiges über die breiten Aufgabenfelder von Software-Entwicklerinnen oder auch Mathematikerinnen. Die Kooperation zwischen Uni und MPG begründet Wolf unter anderem mit dem besonderen Lehrangebot: „Das MPG ist eines der wenigen Gymnasien, an denen Schüler und Schülerinnen schon in der Mittelstufe Informatik-Unterricht haben. Sie können so ihr Talent schon früh erkennen. Frühzeitiger Informatikunterricht bringt auch mehr weibliche IT-Talente hervor, die aktiv unsere digitale Welt gestalten. Bei Google können die Mädchen genau solche Frauen kennenlernen.“ Vor Ort wurde die Gruppe von ihrem Ehemann Pepijn Crouzen betreut, der in Paris für Google als Softwareentwickler tätig ist.

In einem ersten Workshop konnten die Schülerinnen interaktiv und sehr anschaulich die Funktionsweise eines Map-Reduce-Algorithmus erfahren und mit viel Elan optimieren. Mit Hilfe dieses Algorithmus lassen sich große strukturierte oder unstrukturierte Datenmengen mit hoher Geschwindigkeit verarbeiten. Unterstützt wurde Crouzen von mehreren jungen Google-Mitarbeitern aus verschiedenen Ländern der Welt. In zwei weiteren Workshops programmierten die Saarlouiserinnen mit viel Spaß und Eifer eigene Apps.

In der Mittagspause hatte die Besuchergruppe die Möglichkeit, im hauseigenen Restaurant gemeinsam mit anderen Googlern zu essen und danach bei einem kurzen Rundgang durch Arbeits- und Aufenthaltsbereiche etwas von der Arbeitsatmosphäre aufzuschnappen. Danach gab es eine Frage- und Antwortrunde. „Der Beruf des Entwicklers wird somit konkreter. Und in der abschließende Fragerunde können die Schüler selber genau das erfragen, was für ihre Entscheidung wichtig ist“, sagt Informatik-Lehrerin Meyer.

Die Saarlouiserinnen waren beeindruckt von den Innenräumen in der Google-Zentrale in Paris. Foto: Savina Takeva. Foto: Savina Takeva

Software-Entwickler Crouzen machte dabei auch deutlich, dass Google sehr an deutlich mehr Bewerbungen von Universitäts- und Hochschulabsolventinnen interessiert ist. Eine Entscheidungshilfe könnten Praktika bieten. „Das MPG ist eines der wenigen Gymnasien im Saarland, das seinen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit für ein freiwilliges Oberstufenpraktikum eröffnet. In diesem Rahmen wäre es durchaus denkbar, dass sie künftig auch erste Kontakte zu Google knüpfen könnten“, ergänzte Christoph Kastner, der am Max-Planck-Gymnasium mitverantwortlich für die Studien- und Berufsorientierung ist und die Gruppe auch nach Paris begleitete.

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