Modellflugzeuge trotzen Sturm

Rammelfangen. Trotz Wetterkapriolen war am Sonntag noch eine stattliche Besucherzahl zum Flugtag von "Servo 74" gekommen. Und für die trotzten die Modellflieger den widrigen Bedingungen selbst schwierige Flugfiguren ab. Dabei trudelten Maschinen vom Himmel wie beim Absturz. Ein Kunstflugmodell stand fast senkrecht in der Luft, die Schraube nach oben gerichtet

Rammelfangen. Trotz Wetterkapriolen war am Sonntag noch eine stattliche Besucherzahl zum Flugtag von "Servo 74" gekommen. Und für die trotzten die Modellflieger den widrigen Bedingungen selbst schwierige Flugfiguren ab. Dabei trudelten Maschinen vom Himmel wie beim Absturz. Ein Kunstflugmodell stand fast senkrecht in der Luft, die Schraube nach oben gerichtet.

Landung ohne Blessuren

Manches leichte Modell hob von selbst ab, wenn eine kräftige Böe unter die Tragflächen fuhr. Solche Probleme hatte Lothar Heinrich aus Eppelborn nicht. Sein Mittelstrecken-Jet wiegt rund 43 Kilogramm, mit einer Spannweite von 3,5 Metern und einer Länge von 3,9 Metern. Aber auch er kämpfte an der Funkfernsteuerung gegen unberechenbare Winde. "Das geht mit ein bisschen Erfahrung", meinte Heinrich. Auf die Frage, wie lange er denn schon Modelle fliege, kam die Antwort: "32 Jahre." Auch die Landung des dicken Jets gegen den heftigen Wind lief ohne Blessuren ab.

Etwa 50 Modellflieger aus dem Saarland und umliegenden Regionen hatten zwei Tage lang Rammelfangen wieder zum Mittelpunkt der Flugszene gemacht. Am Samstag beim Jetmeeting sei richtig was los gewesen, berichtete Rainer Köhnen, Vorsitzender von "Servo 74". Da spielte auch das Wetter noch mit.

Die Nachtflugshow präsentierte Flugzeuge, die bei Loopings und Tiefflügen mit Beleuchtung durch die Dunkelheit sausten. Den Abschluss machte ein Feuerwerk, dann ging es noch bei Musik und Tanz im Festzelt weiter.

Die Sonne rausgeholt

Der Flugtag am Sonntag begann mit stürmischen Regenschauern. Doch richtige Flieger nutzen jede Wetterlücke zum Starten. Dazu gehörte Konrad Kiefer aus Mettlach. Für seinen knallroten Doppeldecker brauchte er 780 Baustunden. "Jetzt habe ich die Sonne rausgeholt", sagte er nach seiner Flugvorführung am Sonntagnachmittag. "Jetzt müssen die anderen auch fliegen."

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort