| 20:33 Uhr

Jugend musiziert
Mit viel Herzblut bei der Sache

Eine Impression des Preisträgerkonzerts im Landratsamt Saarlouis: „Eine kleine Schrottmusik“ mit Levi Bogenschütz, Mick Schwarz und Sebastian Trenz.
Eine Impression des Preisträgerkonzerts im Landratsamt Saarlouis: „Eine kleine Schrottmusik“ mit Levi Bogenschütz, Mick Schwarz und Sebastian Trenz. FOTO: Thomas Seeber
Saarlouis. Eindrucksvoll präsentierten sich die Preisträger des 55. Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ Saarlouis-Merzig im Landratsamt. Von Jutta Stamm

Großes Auditorium am Freitagabend für 24 Kinder und Jugendliche aus dem Kreis Saarlouis, die sich im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes versammelten: Es sind vor allem Eltern, Geschwister und Großeltern, die zu diesem Ereignis — dem Preisträgerkonzert — gekommen sind. Die Wertungen umfassten Zupf- und Holzblasinstrumente in der Solowertung sowie Klavier und Schlagzeug in der Ensemblewertung.


Ganz entzückend der erste Auftritt mit dem Geschwisterpaar Luxenburger. Händchen haltend schreiten Milena, 4, und ihr Bruder Savio, 7, ans Klavier. Ohne erkennbare Aufregung spielen sie fehlerfrei zwei Stücke: einen Walzer und „Der rote Luftballon“. Das Publikum ist gerührt und klatscht heftig. Brav und mit sich zufrieden verbeugen sich die Beiden.

Auch die folgenden Beiträge gefallen: Mit Blickkontakt aufeinander abgestimmt tragen Lucie Kissel, Mandoline, und Leonie Rupp, Gitarre, „Lucies Dance“ von Alison Stephens vor. In die gleiche Altersgruppe (Jahrgänge 2008 und 2009) reihen sich die drei Schlagzeuger Levi Bogenschütz, Mick Schwarz und Sebastian Trenz ein, die mit Schutzhelm bekleidet auf originelle Weise „Schrottmusik“ machen: rhythmisch sehr gut aufgestellt bringen sie Töpfe, Pfannen und anderes ungewöhnliches Küchenarsenal zum Klingen  – und begeistern.

Einige Preisträger und Preisträgerinnen werden von ihren Lehrern am Klavier begleitet: so Louisa Marie Hermes, Querflöte, Maxie Schwender und Johanna Cornelia Löw, beide Blockflöte. Sehr harmonisch gelingt auch das Zusammenspiel von Elisa, Mandoline, und Vivien Leinenbach, Gitarre. Sie haben sich in ihrer Altersgruppe (2006/2007) für den Landeswettbewerb qualifiziert, ebenso Naemi Missal, Violine, und Maja Dewes, Klavier, die mit der Sonate G-Dur von Vanhal die höchste Punktzahl erreichten. Ihr virtuoses Miteinander beeindruckt und überzeugt gleichermaßen die Besucher.

Auch die folgenden (selbst gewählten) Beiträge wurden von der Jury für so gut befunden, dass sie Einlass in den Landeswettbewerb bekommen haben. Dazu zählen Kristin Marie Kirst (Mandoline), Johanna Cornelia Löw (Alt-Blockflöte), Michelle Birgit Jenal (Saxophon), Johannes Hilt (Fagott) und Lina Mohr (Querflöte), die erkrankt war. Während Löw mit neuen Techniken wie dem „Hineinsingen“ in die Flöte überrascht, beeindruckt Hilt mit seinem virtuosen Solovortrag (von seinem Musiklehrer Lothar Fuhr am Klavier begleitet) auf einem Instrument, das man eher aus dem Orchester kennt.



Insgesamt hatten 36 Kinder und Jugendliche am „Regionalwettbewerb Jugend musiziert – Saarlouis-Merzig 2018“ teilgenommen und sich dem Urteil der hochkarätig besetzten Fachjury gestellt. Günter Donie, Leiter der Kreismusikschule Saarlouis und Regionalvorsitzender „Jugend Musiziert“, gibt zu bedenken, dass sich mal mehr als 70 Jugendliche beworben haben.

Am Ende des viel beklatschten Konzerts überreicht Kreisbeigeordneter Stefan Rech in Vertretung des erkrankten Landrats die Urkunden an die Preisträger.