Verein für Heimatkunde : Ministerin fördert Arbeit der Heimatkundler

Verein für Heimatkunde : Ministerin fördert Arbeit der Heimatkundler

Mit ihrem Besuch in Lisdorf würdigte die Politikerin die engagierte Arbeit des Heimatkunde-Vereins.

Prominenter Besuch beim Verein für Heimatkunde Lisdorf: Sozialministerin Monika Bachmann überbrachte einen Scheck zur Förderung der ehrenamtlichen und gemeinnützigen Arbeit des Vereins. Darüber hinaus wird der Verein den Scheck in Höhe von 1000 Euro für die Finanzierung eines Kriegstotenbuchs verwenden, das im Spätsommer erscheinen soll.

„Seit der Wahl zur Landrätin unterstützt Frau Bachmann unseren Verein für Heimatkunde, das sind jetzt schon über zehn Jahre“, erklärte Heiner Groß, der Vorsitzende des Vereins in der Heimatstube. Ministerin Bachmann erinnerte daran, wie wichtig es sei, solches bürgerliches Engagement zu unterstützen, da gerade Vereine wie der Heimkundeverein Lisdorf Erinnerungen an die Vergangenheit am Leben halten. Der Verein für Heimatkunde Lisdorf ist der größte heimatkundliche Ortsverein im Saarland. Mit seinen fast 600 Mitgliedern gehört er zu den ersten heimathistorischen Vereinen in Saarlouis. Gegründet wurde der Verein 1997 von 36 Personen. Die Mitglieder beschäftigen sich mit der Lisdorfer Kulturgeschichte.

So konnten Denkmäler wie das Feldkreuz auf dem Lisdorfer Berg und das Landwehrkreuz denkmalgerecht restauriert werden. Auf der Agenda des Vereins stehen jährlich Lehr- und Studienfahrten im In- und Ausland. Des Weiteren werden Besichtigungen und heimatkundliche Exkursionen durchgeführt, bei denen Brauchtum und Mundartpflege auch nicht zu kurz kommen.

Diesen Sommer wird das neue Buch in den Buchhandlungen ausliegen: In dem „Kriegstotenbuch“ geht es um an die 600 Personen aus Lisdorf, die während des Ersten und Zweiten Weltkrieges ihr Leben verloren. Darunter sind Geschichten und Bilder von vielen Soldaten, aber auch von Zivilisten, Amerikanern sowie russischen Gefangenen, die Zwangsarbeit verrichten mussten. Dieses Buch soll wie das Lisdorfer Heimatblatt oder die Mundart-Geschichten von Marianne Faust die Historie von Lisdorf anschaulich dokumentieren.