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Medizin verstehen
Professor Jung erklärt, wie man Altersepilepsie erkennt

Saarlouis. Professor Stefan Jung hält am Dienstag, 12. Februar, um 18 Uhr in der Aula des Marienhaus Klinikums in Saarlouis einen Vortrag über Altersepilepsie. Von „Epilepsie im höheren Lebensalter“ spricht man, wenn epileptische Ereignisse nach dem 60. Lebensjahr beginnen. red

Obwohl Altersepilepsien nach Schlaganfall und Demenz die dritthäufigste neurologische Erkrankung des Seniorenalters darstellen, erfahren sie eine verhältnismäßig geringe allgemeine Wahrnehmung.


Dies mag daran liegen, dass sie meist nicht mit unverkennbaren Anfällen, sondern sich äußerlich oft nur in geringen oder unspezifischen Auffälligkeiten äußern: So kann es zu kurzer Abwesenheit, Unkonzentriertheit, einer allgemeinen Verlangsamung, vorübergehenden Desorientiertheit oder zu Bewusstlosigkeit, die als kreislaufbedingte Ohnmacht verkannt werden, kommen. Entsprechend bleiben manche Altersepilepsien unerkannt und ist Ihre Diagnosestellung wichtigster Teil der medizinischen Versorgung. Dies zumal Epilepsie im Alter medikamentös oft leichter zu beherrschen ist als angeborene Epilepsie. Jung, Chefarzt der Neurologie in Dillingen, wird erörtern, warum Epilepsie im Alter entsteht, wie epileptische Anfälle zu diagnostizieren sind und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.