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Man quatscht in allen Dialekten

Die jungen Leute stehen beim 34. Malteser Jugend-Bundeslager in Saarlouis fürs Mittagessen an. Foto: Johannes A. Bodwing
Die jungen Leute stehen beim 34. Malteser Jugend-Bundeslager in Saarlouis fürs Mittagessen an. Foto: Johannes A. Bodwing FOTO: Johannes A. Bodwing
Saarlouis. 650 junge Menschen aus ganz Deutschland sind rund eine Woche in Saarlouis zu Gast. 115 Zelte haben sie beim 34. Malteser Jugend-Bundeslager in den Fliesen aufgeschlagen. 100 Helfer sorgen dabei für Organisation und reibungslose Abläufe. Johannes A. Bodwing

Die schwarze Jurtenburg sieht aus wie ein mittelgroßes Zirkuszelt. "Das ist unser Wohnzimmer", erklärt am Mittwoch beim Besuch der SZ Hannah Joswig in den Fliesen. Dort wird abends musiziert, sagte die ehrenamtliche Presseleiterin bei einem Rundgang durch die Zeltstadt mit an die 115 Zelten unterschiedlichster Art. Außerdem bietet die große Jurtenburg viel Platz für Spiele und geselliges Zusammensein.


Denn am Samstag vergangener Woche kamen etwa 650 junge Leute aus ganz Deutschland nach Saarlouis . Dort findet noch bis zum Samstag, das 34. Malteser Jugend-Bundeslager statt. Zum Abschluss hält der Trierer Bischof Stephan Ackermann am Freitag, 5. August, 15 Uhr, eine Messe.

"Die Teilnehmer sind von zwei Jahren bis über 60", berichtet Joswig. "Im Schnitt liegt das Alter bei zehn bis 17." 100 Helfer sind im Einsatz für einen reibungslosen Ablauf. Dieses Bundeslager ist eine Ferienfreizeit, die alljährlich in einem anderen Bistum Station mache. "Diesmal in der Diözese Trier." Das Motto lautet "Wild, stark, verrückt - Wie meine Helden".

Die "Magdeburger Allee" gibt es im Zeltlager, über anderen Unterkünften weht eine weiß-blaue Fahne Bayerns. Mit unterschiedlichsten Aktionen werden Begegnung und Austausch der Gruppen gefördert, erklärt Joswig. Für ein Mädchen-Trio zwischen 13 und 14 Jahren aus Telgte war das "cool". Telgte liege in der Nähe von Münster in Westfalen. "Bei uns ist es nicht so bergig", sagt Annika Hüweler. Spaß macht es, in der Jurte zu sitzen, und die Fahrt nach Trier war toll.

Die Anbindung ist gut



Man habe kein umfangreiches Programm aufgestellt, sagt Joswig, das Zusammensein stehe im Vordergrund. Es gibt Teams, die Holz für die Lagerfeuer besorgten. Gruppen setzen sich zwanglos zusammen mit einer Gitarre und singen Lieder. Die Anbindung ist gut und auch die Infrastruktur im Umfeld. "Die Duschen sind nicht weit weg in der Turnhalle am Stadtgarten."

Alle zehn Jahre findet das Bundeslager in der Diözese Trier statt. "Vormals in Britten, aber da wurde der Platz zu klein", sagt Joswig. Schon vorigen Mittwoch sind die Ersten hier gewesen, um das Lager aufzubauen. Die Verpflegung übernahmen die Saarlouiser Malteser mit rund 25 Helfern. Zur Mittagszeit stehen die 650 jungen Leute am Küchenzelt Schlange. Dann geht es ins große Essenszelt gleich daneben.

Auch die Stadt Saarlouis war ein Ziel für Ausflüge und Aktionen. "Die Altstadt ist cool", urteilt Tom Lucas. "Eine schöne Innenstadt", ergänzt Maurice Heinze. Zusammen mit Patrick Tiemann kamen sie aus dem Osnabrücker Raum.

"Man quatscht mit wildfremden Leuten aus allen Bundesländern", erzählen die drei 17- und 18-Jährigen begeistert über das Lagerleben der Malteser. "Das sind alle möglichen Dialekte . Und man hat viele neue Kontakte."