Lokalmatadoren hoffen im Doppel

Bei den Saarland Open in Saarlouis schaffte es im Herren-Einzel kein Einheimischer in die Endrunde des Weltranglisten-Turniers. Die Damen spielen seit gestern ihr deutsches Ranglistenturnier aus. Anna Wintrich gewann ihr Auftaktspiel.

"Jawoll, so sieht es aus!" Oder: "Yes, come on!". Und auch: "Oh, merde!" In den Gefühlsausbrüchen der Tennis-Profis spiegelt sich die Internationalität des Teilnehmerfeldes bei den Saarland-Open in Saarlouis wider. Seit dem vergangenen Sonntag läuft die zweite Auflage des einzigen Weltranglisten-Turniers im Saarland. Am Dienstag sind die Herren nach der Qualifikation ins Hauptfeld gestartet.

Gestern eröffneten Anna Wintrich vom TC Merzig und Nina Hess vom TC Rotenbühl Saarbrücken mit ihrem Spiel das in das Herren-Turnier eingebettete deutsche Ranglisten-Turnier der Damen. "Nina war gut, aber am Ende hat sich die Erfahrung durchgesetzt", sagte Wintrich zu ihrem Sieg. Sie ergänzte: "Ich finde es klasse, dass ein deutsches Ranglistenturnier im Saarland stattfindet. Ich hoffe, das Turnier etabliert sich." In der zweiten Runde trifft Wintrich auf Ambika Jashari vom TuS Neunkirchen .

Die an Nummer eins gesetzte Hanauerin Ruxandra Schech und Tanja Hirschauer vom TC Merzig als Nummer zwei spielen heute. Gleiches gilt für die Teilnehmer am Jugendturnier. Dafür zu stark ist Nicola Kühn, darum ist er mit einer "Wildcard" (Freikarte) im Hauptfeld der Herren gestartet. Der U 14-Welt- und Europameister traf in der ersten Runde gleich auf den an drei gesetzten Kroaten Duje Kekez. Der erste Satz ging mit 6:1 deutlich an den jungen Deutschen, der die beiden nächsten Durchgänge aber mit 3:6 und 4:6 abgeben musste. "Es war eines der besten Spiele, die ich in den vergangenen Jahren auf unserer Anlage gesehen habe", sagte Turnierorganisator Fred Becker vom Ausrichter STC Blau-Weiß Saarlouis , der sich über die zugenommene Akzeptanz der Veranstaltung freute: "Schon in den ersten Tagen waren deutlich mehr Besucher auf der Anlage als im vergangenen Jahr. Und die Endrundenspiele kommen erst noch." Die finden wie erwartet im Einzel ohne saarländische Beteiligung statt.

Für die meisten Saarländer war in der Qualifikation Schluss. Der für Saarlouis startende Österreicher Daniel Kopeinigg musste in Runde eins des Hauptfelds gegen den Topfavoriten Daniel Masur ran. Dabei machte Kopeinigg der Nummer 20 der deutschen Rangliste mit seinem starken Aufschlag und der guten Rückhand mehr Mühe als erwartet. Mit 6:3 und 6:4 kam Masur aber dann dennoch leichter ins Viertelfinale als der an Nummer zwei gesetzte Spanier Marc Giner. Der 389. der Weltrangliste kämpfte mehr als drei Stunden, ehe er den Deutschen Lukas Finzelberg mit 4:6, 6:3 und 6:4 niedergerungen hatte.

Im Doppel hoffen die Lokalmatadoren Kopeinigg und Hendrik Maier auf eine kleine Sensation im Viertelfinale gegen den favorisierten Ukrainer Danylo Kalenichenko mit seinem Partner Duje Kekez.

Heute um 15 Uhr beginnen die Viertelfinalspiele, die Halbfinals finden am Samstag statt, die Endspiele sind am Sonntag.

saarland-open.de