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Lisdorfs Traum vom Aufstieg platzt zum zweiten Mal

Lisdorfs Traum vom Aufstieg platzt zum zweiten Mal

Der SV Lisdorf hat es nicht geschafft. Im Finale der Aufstiegsrunde der Tabellen-Zweiten der Kreisligen A verloren die Fußballer aus dem Saarlouiser Stadtteil in Fenne gegen den SC Großrosseln II mit 1:2.

Schlusspfiff im Entscheidungsspiel um den Bezirksliga-Aufstieg zwischen dem SV Lisdorf und dem SC Großrosseln II: Einige Lisdorfer sinken zu Boden, andere wollen nur noch schnell weg, verschwinden in die Kabine. Der große Traum vom Aufstieg ist für die Grün-Weißen soeben zum zweiten Mal binnen weniger Wochen geplatzt. Nach der knapp verpassten Meisterschaft in der Kreisliga A Saar gab es jetzt im Finale der Aufstiegsrunde der A-Klassen-Zweiten eine bittere 1:2-Niederlage gegen Großrosseln II. "Es soll einfach nicht sein. Wir haben einfach nicht das nötige Quäntchen Glück", stöhnte Lisdorfs Spielausschuss-Vorsitzender Michael Gonder.

Dabei hatte das Entscheidungsspiel auf dem Hartplatz in Fenne eigentlich optimal begonnen. Schon nach zwei Minuten brachte Marco Görgen Lisdorf vor 350 Zuschauern in Führung. Die SVL-Anhänger feierten begeistert. Nach knapp einer halben Stunde hatte Lisdorf die Riesen-Möglichkeit, sogar auf 2:0 zu erhöhen, doch Jan Philipp Schömer schoss frei vor Gäste-Torwart Christian Kern haarscharf am langen Eck vorbei. Vielleicht die spielentscheidende Szene. "Wenn wir da das zweite Tor nachlegen, dann läuft das Ding anders", ist sich Gonder sicher. So aber kam Großrosseln fünf Minuten vor der Pause zum Ausgleich. Dominik Thiel köpfte das Leder nach einer Flanke zum 1:1 ein.

Mit lautem Jubel und sogar mit Pyrotechnik feierten Großrosselns Fans der Ausgleich. Der Rauch der gezündeten Feuerwerkskörper war noch nicht richtig verzogen, da hatte Lisdorf eine weitere hundertprozentige Gelegenheit: Görgen zog ab, doch Rosselns Schlussmann Kern lenkte das Geschoss mit einem Reflex über die Latte. Sechs Minuten nach der Pause dann der nächste Nackenschlag für Lisdorf: Großrosselns Thiel tauchte frei vor dem Tor auf und schoss den Ball zum 2:1 für den SCG ins Netz. Lisdorf war danach um den Ausgleich bemüht, konnte sich aber keine klaren Chancen mehr erarbeiten. "Da hat dann ein wenig die Kraft gefehlt", meinte Gonder. Schließlich war es das dritte Spiel binnen sieben Tagen.