Verkehrsplanung: LfS soll seine Brücken-Pläne erläutern

Verkehrsplanung : LfS soll seine Brücken-Pläne erläutern

Was wird denn aus der ungeliebten Fraulauterner Brücke? Ein Vertreter des Landesbetriebs für Straßenbau wird die Pläne seines Hauses im Stadtplanungsausschuss am 29. August vorstellen.

Eigentlich hat der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) die Pläne für einen Ersatz der Bahnbrücke mitten in Fraulautern schon seit zwei Jahren in der Schublade. Das hat OB Peter Demmer im Ausschuss für Stadtplanung am Mittwochabend gesagt. Der Plan: Das Betonteil einfach neu bauen, bloß ein bisschen höher. „Die Sache war schon abgeschlossen, als wir davon erfahren haben.“ Große Änderungen? Die hält Demmer nach Kontaktaufnahme nicht für wahrscheinlich, kleinere aber schon.

Das gefällt vielen Fraulauternern nicht. Die Pläne, das „Brückenbauwerk 99“ wegen Sanierungsbedarf einfach zu ersetzen, basierten auf dem Stand 1952, sagte Beiratsmitglied Josef Feiler. Da sei die Verkehrslage eine ganz andere gewesen. Und künftig brauche man die Brücke gar nicht: Wenn mit Ostring und B 51 neu bis spätestens 2023 der Ring um Fraulautern und Roden geschlossen sei. „Dann reicht ein Übergang für Fußgänger und Fahrräder.“ Der LfS wird seine Pläne für den Neubau in der nächsten Sitzung des Ausschusses am 29. August selbst vorstellen, sagte OB Demmer in der Sitzung auf eine Anfrage der SPD. SPD-Ratsmitglied Giuseppe Schillaci warnte: Das sei noch lange hin, bis dahin dürfe der LfS „keine Tatsachen schaffen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können“. Demmer will dem LfS das durchstellen. CDU und Grüne haben bereits angekündigt, notfalls über den Landtag zu gehen, um eine andere Lösung zu ermöglichen.

(we)
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