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Straßenbau
LfS im Verkehrsausschuss: Baubeginn für Ostring nicht vor 2030

Fraulautern/Saarbrücken. (we) Trotz der Ankündigungen, dass die Planungen zum Ostring beschleunigt würden, soll es nun laut Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) doch beim Baubeginn erst in 2030 bleiben. Außerdem gab der Landesbetrieb an, dass man weiter auf einer neuen und höheren Brücke mitten in Fraulautern bestehe: So lautet das Fazit der beiden CDU-Landtagsabgeordneten Raphael Schäfer und Marc Speicher nach einer Sitzung des Verkehrsausschusses des Landtages, in der sie dieOrtsumgehung Fraulautern zum Thema gemacht  hatten.

Für Schäfer und Speicher bedeutet das: ein „Schildbürgerstreich“, falls die Eisenbahnbrücke in Fraulautern abgerissen und höher neu gebaut würde. Und: Diese „Variante des Landes hat massive Auswirkungen auf den Raum Saarlouis. Die jahrelange Sperrung des Ortszentrums bedeutet Lärm, Dreck und Stau in Fraulautern, Roden, Ensdorf, Hülzweiler, Steinrausch und Saarlouis. Die Folgen für den Einzelhandel in Fraulautern wären gravierend. Dies gilt es zu verhindern.“


 CDU und der Vorsitzende der grünen Fraktion, Gabriel Mahren, betonten in einer Erklärung: „Der Anschluss des Ostringes an die B51neu  in Ensdorf muss vorrangig behandelt werde. Dieser Anschluss ist der komplexeste Teil des Projektes.“ Denn er beinhalte eine Bahnunterquerung der Bundesstraße an der Stadtgrenze zu Ensdorf hin.  Ist er realisiert wird sich  schon dann eine gewisse Entlastung für den innerörtlichen Verkehr ergeben.“ Sprich: Der Ostring muss geschlossen sein, bevor an der Brücke  gearbeitet wird. Das unterstrich auch OB Peter Demmer (SPD) gestern auf Anfrage. Er sieht „keine neue Lage“. Von einem Verzicht auf den Brückenneubau in Fraulautern habe der LfS nie gesprochen. Problem sei ein „Delta“ von einigen Jahren zwischen dem vom LfS angegebenen Ende der Nutzung der Bahnbrücke und dem Bau des Ostrings ab 2030. Da warte man auf Ergebnisse eines Gutachtens zur Festigkeit der Brücke, das der Rat beantragt hat. Demmer hält es für denkbar, das Stück Ostring zwischen Saarwellingen und Kreisel B 51 neu kurz vor Ensdorf früher zu bauen, also unabhängig von der neuen Bahnunterquerung. „Das hätte auf jeden Fall entlastende Wirkung für Fraulautern.“ Demmer wie CDU und Grüne begrüßten erneut eine Zusage, wonach Bund und Land Planung und Finanzierung des Ostrings übernehmen. Ein Bescheid habe dies soeben bestätigt. Demmer: „Das ist wichtig. Jetzt dümpelt der Ostring nicht weiter daher, er wird aktiv angegangen.“

(we)