Leserbriefe zum Thema Stellenabbau bei Jugendarbeit

Leserbriefe zum Thema Stellenabbau bei Jugendarbeit

Landrat Lauer agiert kurzsichtig

Zum Artikel "Das macht mich fassungslos" (28. März)

Wie geht denn das zusammen? Da fordert der Saarlouiser Landrat Lauer morgens die Kürzung von Stellen in der Jugendarbeit und in der Schuldnerberatung. Und abends macht er sich stark für die Besetzung einer hochdotierten Stelle für eine Parteikollegin, die sich für kompetent hält, Sparkassenpräsidentin zu werden. Für die 200 000 Euro, die das Amt so mit sich bringt, könnte man mühelos vier Sozialarbeiter bezahlen, die sich um unsere Kinder in der Jugendfarm am Ellbach oder in der Freien Kunstschule in Picard oder aber bei der kirchlichen Jugendarbeit in Saarlouis kümmern.

Davon will der Sozialdemokrat Lauer aber vermutlich nichts wissen. Auch nicht davon, dass das Sparen an der Jugendarbeit heute die Kosten für die Jugendhilfe von morgen in die Höhe treiben wird. Lauer agiert extrem kurzsichtig. Ist das noch SPD-Politik? Da kann man als Bürger frei nach dem Partei-Motto nur sagen: Die machen's -wir zahlen's!

Gilbert Bast, Roden

Zynismus richtet sich gegen die Kinder

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Was nimmt sich eigentlich der Saarlouiser Landrat Lauer heraus? Der Jugendarbeit der evangelischen Kirche durch die Blume zu unterstellen, sie bediene sich ungerechtfertigterweise beim Steuerzahler, zeugt von Realitätsverlust. Dann auch noch der Kinder- und Jugendfarm die Kreismittel zu streichen, weil sie angeblich landesweit ausgerichtet sei, obwohl derselben Einrichtung die Landesgelder entzogen wurden, weil sie angeblich kreisweit engagiert ist. Das zeugt von Zynismus. Letztendlich richtet sich dieser Zynismus aber gegen unsere Kinder und Jugendlichen. Lauers Vorgängerin und seine Vorgänger hatten auch kein Geld im Überfluss, aber sie hatten ein Herz für Kinder und Jugendliche, und sie hatten vor allem Stil.

Stefan Reuter , Saarlouis