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Leserbrief zum Thema KVS-Fahrplan

Leserbrief zum Thema KVS-Fahrplan

Welch' Enttäuschung im neuen Jahr

Zum Artikel "Viel Ärger über den Anruf-Bus" (erschienen am Wochenende 9./10. Januar)

Frau Tocks Verärgerung über die KVS kann ich durchaus nachvollziehen. Ich bin Inhaberin eines Job-Tickets und habe bisher insbesondere die "Gau-Linien" 419, 421 und 409 genutzt, um entspannt und umweltfreundlich zur Arbeit und zurück zu kommen.

Nebenher nutze ich den Bus auch privat für andere Strecken, aber entscheidend für das Jobticket war die berufliche Nutzbarkeit. Das funktionierte jahrelang sehr gut.

Aber welch eine Enttäuschung im neuen Jahr, als ich wie gewohnt von der Haltestelle "Neue Welt" morgens zu meiner Arbeitsstelle in der Innenstadt fahren wollte. Im alten Jahr noch nahm mich die 421 um 7.45 Uhr mit, so dass ich kurz vor 8 Uhr "auf der Arbeit" war. Jetzt habe ich die Wahl zwischen einem mit Schülern überfüllten Bus (7.19 Uhr) und einem ebenfalls überfüllten, zudem meist kräftig verspäteten um (laut Fahrplan) 7.58 Uhr, der wohl selten vor viertel nach Acht am ZOB sein wird. Der arbeitnehmerfreundliche, gut genutzte Bus um 7.45 Uhr ist einfach weggefallen.

Warum? Da ich sicher nicht der einzige Kunde bin, der dieses Problem hat, und viele andere vielleicht keine variable Arbeitszeit haben, wird vermutlich der Individualverkehr um diese wichtige Tageszeit weiter zunehmen.

So kann man durch Fehlplanung wohlmeinende Nutzer des Öffentlichen Personen-Nah-Verkehrs vergraulen und die angespannte Verkehrssituation weiter verschlimmern. Wenn die KVS ihren Fahrplan nicht bedarfsgerechter gestaltet, habe ich dieses Jahr zum letzten Mal ein Jobticket besessen.

Elisabeth Frank-Schneider, Saarlouis