Leo Petry geht nach 27 Jahren

Gerlfangen. Zeit für Veränderungen, das war für Leo Petry (SPD) ein Grund, nach 27 Jahren als Ortsvorsteher von Gerlfangen das Zepter weiterzureichen

Gerlfangen. Zeit für Veränderungen, das war für Leo Petry (SPD) ein Grund, nach 27 Jahren als Ortsvorsteher von Gerlfangen das Zepter weiterzureichen. Er ist eine feste Größe, nicht nur in seinem Heimatort, jemand, der sich durch Tatkraft, Kreativität und Weitsicht in die Gemeinschaft einbringt, wie Bürgermeister Martin Silvanus meinte, als er am Donnerstagabend Petrys Nachfolger in sein Amt einführte. Sechs Ja-Stimmen von neun abgegebenen Stimmen reichten aus, um Thomas Hoffmann (SPD) zum neuen Ortsvorsteher zu bestimmen.Petry wählte bewusst die Jahresschlusssitzung des Ortsrates, um sein Amt als Ortsvorsteher niederzulegen und den Weg für den Nachfolger zu ebnen. "Irgendwann ist die Zeit da, sich zu verändern", sagte Petry. Nach "27 schönen und interessanten Jahren" will er sich neu orientieren, möchte sich an anderer Stelle einbringen. Petry bleibt Mitglied des Ortsrates und im Gemeinderat, übernimmt den Vorsitz der Vereinsgemeinschaft Gerlfangen, will sich aktiv am Mehrgenerationenprojekt beteiligen. "Zweifelsfrei hat er die Entwicklung Gerlfangens mitgeprägt", sagte Silvanus, der eigens für den Amtswechsel seinen Weihnachtsurlaub unterbrach. Unter Petrys Führung sei Gerlfangen zu einem Ort gewachsen, in dem man gerne lebt. "Wir haben gezeigt, dass man im ländlichen Raum durchaus wachsen kann und das in jeglicher Hinsicht", sagte Silvanus. Reinhold Jost (SPD) meinte in seiner Funktion als Ortsvorsteher von Siersburg, dass er durch Petry geprägt worden sei, er lobte sein Engagement nicht nur für die Gemeinde, sondern auch für die saarländischen Sozialdemokraten. Der scheidende Ortsvorsteher bedankte sich für die Lobeshymnen und meinte augenzwinkernd: "Alles, was gesagt wurde, stimmt."

Erste Amtshandlung

In Hoffmann sieht er einen vertrauenswürdigen und kompetenten Nachfolger, wünscht ihm gute Ideen und ein gutes Händchen in der engen Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister, der Verwaltung und mit dem Gemeinderat. "Dort werden die finanziellen Voraussetzungen geschaffen. Ortsräte haben kein Haushaltsbudget", sagt Petry. Er überreichte seinem Nachfolger einen Ordner mit der neusten Gebührenerhöhung für Hallen, der geplanten Picobello-Aktion und einen Umschlag mit 1327,50 Euro. Das Geld war der Rest der Siegprämie in dem Kreiswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft".

Gerlfangen wird im kommenden Jahr den Kreis auf Landesebene vertreten. Und da war es Hoffmanns erste Amtshandlung am Donnerstag, die Weichen dazu zu stellen. Ein Arbeitskreis soll Gerlfangen auf den Landesentscheid vorbereiten. Der Ortsrat stimmte der Gründung zu.