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Leckerer Salat aus LisdorfDas Lieblingsrezept von Claudia Faust

Leckerer Salat aus LisdorfDas Lieblingsrezept von Claudia Faust

Lisdorf. Im Gewächshaus von Erwin Faust in Lisdorf gedeiht der Salat, der in einigen Wochen frisch auf unseren Tellern liegt. Der Gartenbau-Betrieb Faust baut seit mehreren Generationen Gemüse in Lisdorf an, zurzeit auf 20 Hektar: mehrere Sorten Salate, Möhren, Kräuter, Sellerie, Löwenzahn, Kürbis und Kohl

Lisdorf. Im Gewächshaus von Erwin Faust in Lisdorf gedeiht der Salat, der in einigen Wochen frisch auf unseren Tellern liegt. Der Gartenbau-Betrieb Faust baut seit mehreren Generationen Gemüse in Lisdorf an, zurzeit auf 20 Hektar: mehrere Sorten Salate, Möhren, Kräuter, Sellerie, Löwenzahn, Kürbis und Kohl. Neben Erwin Faust und Sohn Frank, beide Gärtnermeister, und Tochter Claudia, Gärtnerin, arbeiten im Betrieb noch zehn Helfer mit.

Ab März wird gepflanzt

Auf 2000 Quadratmetern Glasfläche zieht Familie Faust im warmen Gewächshaus die Jungpflanzen an. "Dafür reichen Zeit und Platz nicht, um alles auch selber auszusäen", erklärt Erwin Faust. Deshalb kauft er etwa 500 000 Pflänzchen aus einem anderen Betrieb zu.

Ab März pflanzt Faust wöchentlich bis Ende August die kleinen grünen Setzlinge in die Felder. Mit einer Bänderpflanzmaschine setzen zwei Helfer etwa 8000 bis 10 000 Pflanzen pro Stunde in den Boden. Die ersten Sätze werden noch mit Vlies oder Folie abgedeckt, ab Mitte April ohne Bedeckung. Für Salatbauern war 2010 bisher kein so gutes Jahr. "In diesem Frühjahr gab es ja bis März Frost", bemerkt er. Deshalb mussten die zarten Pflänzchen länger unter der Folie bleiben.

Im Frühjahr haben die Salate etwa acht Wochen, im Sommer fünf Wochen Wachstumszeit. Die empfindlichen Salate werden gedüngt sowie gegen Krankheiten und Schädlinge wie Blattläuse gespritzt - soweit es erforderlich ist. Geerntet wird dann von Anfang Mai bis Mitte November, im Schnitt 15 000 bis 20 000 Salatköpfe pro Woche.

Auslieferung am Erntetag

Bauer Fausts Tag beginnt gegen sieben Uhr. Ab zehn Uhr beginnt in der Regel die Salaternte- per Hand in die Mehrwegkiste. Anschließend beginnt die Auslieferung der Salate. In der Scheune werden die Kräuter und der Rucola geschnitten und verpackt. An heißen Tagen ist der Bauer auch mal gegen 21 Uhr noch auf dem Feld, um spät abends seinen Salat zu beregnen. Gegossen wird mit Brunnenwasser aus vier Tiefbrunnen der Lisdorfer Aue.

Untersuchung im Labor

Etwa eine Woche vor der Ernte untersucht ein Untersuchungslabor die Salate auf eventuelle Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Sind die Werte unbedenklich, kann Bauer Faust ernten.

Der Betrieb ist Mitglied der Erzeugergemeinschaft Lisdorfer Frischgemüse LFG, die die Ware im gesamten Saarland und bis nach Frankreich verkauft. Die Produkte von Bauer Faust sind dann unter anderem in den regionalen Reihen der Globus- und Edekamärkte zu finden. Einige Kunden kommen auch auf den Hof ihre vorbestellte Gemüsekiste abholen. "Wir sind froh, wenn wir mal ein Feedback bekommen", erzählt Erwin Faust, "wenn man hört, dass der Salat gut geschmeckt hat."Den Kopfsalat waschen und zerkleinern.

Für das Dressing: Zwei Esslöffel weißen Balsamico mit vier bis fünf Esslöffel Olivenöl gründlich verrühren. Mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen und mit einem Schuss Sahne anrühren. Mit frischen und gehackten Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie und Rucola angemacht, ist der Salat die ideale Beilage. nic

Auf einen Blick

Bauer Erwin Faust aus Lisdorf steht mit einer Kiste junger Salatpflanzen in seinem Gewächshaus. Fotos: Thomas Seeber.
Gemüsebauer Erwin Faust (auf dem Traktor) arbeitet auf einem seiner Lisdorfer Felder, auf der Setzmaschine Daniel Ancer.
Erwin Faust bestückt die Setzmaschine.
Bauer Erwin Faust aus Lisdorf steht mit einer Kiste junger Salatpflanzen in seinem Gewächshaus. Fotos: Thomas Seeber.
Gemüsebauer Erwin Faust (auf dem Traktor) arbeitet auf einem seiner Lisdorfer Felder, auf der Setzmaschine Daniel Ancer.

In unserer Serie "Produkte unserer Bauer"" stellen wir in loser Folge die Landwirte im Kreis, die direkt vermarkten, mit je einem Produkt vor. Das bedeutet nicht, dass das jeweilige Produkt nur von einem Bauern hergestellt wird. Mehr Infos gibt's im Internet. dög