Lebenshilfe baut Schule um

Saarwellingen. Ihr Bestreben ist seit vielen Jahren die Integration behinderter Menschen in die Gemeinschaft. Frühe Hilfen, Sonderkindergärten, Tagesstätten, Sonderschulen, Werkstätten für Behinderte, Wohnangebote und Freizeiteinrichtungen hat die Lebenshilfe im Landkreis Saarlouis geschaffen, um die Qualität in allen Lebensbereichen von Behinderten zu verbessern

 Erich Pohl und Uwe Nisius (von links) sind stolz auf das neueste Projekt der Lebenshilfe. Foto: Heike Theobald
Erich Pohl und Uwe Nisius (von links) sind stolz auf das neueste Projekt der Lebenshilfe. Foto: Heike Theobald

Saarwellingen. Ihr Bestreben ist seit vielen Jahren die Integration behinderter Menschen in die Gemeinschaft. Frühe Hilfen, Sonderkindergärten, Tagesstätten, Sonderschulen, Werkstätten für Behinderte, Wohnangebote und Freizeiteinrichtungen hat die Lebenshilfe im Landkreis Saarlouis geschaffen, um die Qualität in allen Lebensbereichen von Behinderten zu verbessern. Zu ihren größten Herausforderungen zählt sie, das Erreichte zu erhalten und auf Veränderungen in der Zukunft sinnvoll einzugehen. Nun plant die Lebenshilfe mit dem Umbau der ehemaligen Ludwig-Geraldy-Schule in Saarwellingen einen weiteren Schritt. Endphase der SanierungEs ist ein Projekt, auf das Erich Pohl, Vorsitzender der Lebenshilfe, und Geschäftsführer Uwe Nisius richtig stolz sind. Rund eine Million Euro fließen in Renovierung und Umbau der alten Grundschule. Derzeit sind die Maler dabei, die Außenfassade herzurichten. Die Sanierung geht in die Endphase. In dem Gebäude soll in Zukunft die Tagesförderstätte für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung unterkommen. Hier können behinderte Menschen Beschäftigungsangebote und Förderungen annehmen wie Arbeiten mit Keramik, Papier oder Stoff, Ergotherapie, Musik- und Sportangebote, Angebote zu Tagesstrukturierungen. 27 Plätze sind dafür im Untergeschoss vorgesehen. Im Obergeschoss soll eine Einrichtung entstehen, die in dieser Form selten zu finden ist. Die Lebenshilfe plant eine Frühberatung- und Frühförderstelle, eine ambulante Betreuung von rund 160 Kindern mit Förderbedarf. Hinzu kommt eine Frühberatung der Angehörigen, die Vermittlung von Komplexleistungen der Frühförderung in Zusammenarbeit mit Ärzten, Ergotherapeuten, Logopäden und Physiotherapeuten. Eltern behinderter Kinder bekommen hier intensive Beratung und Hilfe. Die Grundschule wurde 2006 geschlossen, das Gebäude war für die Lebenshilfe von Anfang an ein ideales Objekt. Verhandlungen mit der Gemeinde standen an, mit dem Gesundheitsministerium wurde wegen der Frühförderung verhandelt, der Vorstand beriet sich. Altes wurde erhaltenSeit April 2007 ist die Lebenshilfe Besitzer des Gebäudes. Die Fenster mussten erneuert werden, die Sanitärräume im ganzen Gebäude sind erneuert worden, die Fußbodenbeläge, Wärmedämmung und Maßnahmen zum Brandschutz gehörten zudem zu den Maßnahmen. Ein Fahrstuhl wurde eingebaut, die ehemalige Schule wurde komplett barrierefrei eingerichtet. Alle Räume strahlen in hellen Farbtönen. Wenn auch die Einrichtung der Lebenshilfe unter modernsten Gesichtspunkten hergerichtet wurde, haben Erich Pohl und Uwe Nisius auf einige Dinge aus dem alten Bestand der Schule nicht verzichten wollen. So sind uralte Wandschränke erhalten worden. Sie erinnern in den modernen Räumen an die Vergangenheit. Auch das alte Wandgemälde an der Außenfassade wurde restauriert. Alles in allem sind die beiden Führungsspitzen mehr als zufrieden. Die Investition von einer Million Euro ist durch Eigenmittel und einem Darlehen finanziert worden. Einen dicken Zuschuss bekam die Lebenshilfe von der Aktion Mensch. Mit 346 000 Euro bekam der Verein für das Projekt annähernd die Höchstsumme, mit der die Organisation Projekte fördert.