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Lage in den Krankenhäusern im Kreis Saarlouis hat sich entspannt

Kostenpflichtiger Inhalt: Corona im Kreis Saarlouis : Lage in den vier Krankenhäusern hat sich entspannt: Weniger Beatmungen, weniger infizierte Mitarbeiter

24 Corona-Fälle werden aktuell im Kreis Saarlouis stationär behandelt, davon fünf auf Intensivstationen. 22 Mitarbeiter in den vier Krankenhäusern sind derzeit selbst erkrankt.

Die Lage in den vier Krankenhäusern im Kreis Saarlouis hat sich etwas entspannt, berichteten deren Vertreter in der Sitzung des Krisenstabs des Landkreises am Donnerstag. Von 993 einsatzfähigen Betten in den Häusern in Saarlouis (DRK und Marienhaus Klinikum), Wallerfangen (St. Nikolaus-Hospital) und Lebach (Caritas) sind derzeit 501 belegt, damit mehr als 50 Prozent. 34 Corona-Patienten werden derzeit im Kreis stationär im Krankenhaus behandelt, fünf von ihnen auf der Intensivstation, drei müssen beatmet werden. Eine Woche zuvor waren es noch 25 Corona-Patienten im Krankenhaus gewesen, aber neun von ihnen auf der Intensivstation und sieben beatmet.

Deutlich verbessert hat sich auch die Anzahl des infizierten Personals in den vier Krankenhäusern: Zehn Prozent der insgesamt 2284 Mitarbeiter waren am Donnerstag nicht arbeitsfähig, 22 Mitarbeiter waren an Corona erkrankt oder Verdachtsfälle, 18 in Quarantäne. 14 davon im DRK Saarlouis, jeweils drei in Lebach und Wallerfangen, zwei im Marienhaus Saarlouis. Eine Woche zuvor waren noch 19 Prozent des Personals ausgefallen, 42 erkrankt oder Verdachtsfälle, 31 in Quarantäne.

„Wir haben kaum neue Fälle, die Beatmeten werden weniger“, berichtete Dr. Johannes Bettscheider für das DRK-Krankenhaus Saarlouis. man stehe in den Startlöchern, die Stationen wieder für andere Krankheitsfälle und geplante Operationen zu öffnen, „vorsichtig, aber wir brauchen eine bessere Auslastung, sonst bekommen wir mittelfristig Probleme“, erläuterte Bettscheider. Die Häuser gerieten zunehmend finanziell unter Druck, er befürchtet „ein Krankenhaus-Sterben“.

Manfred Klein berichtete für das St. Nikolaus-Hospital Wallerfangen positives: Die Isolierstation soll wieder geschlossen werden, derzeit seien noch vier Patienten positiv, sie könnten aber in ihren Zimmern isoliert werden. „Wir können wieder in den Regelbetrieb gehen“, zeigte sich Klein zuversichtlich.

Auch im Marienhaus Klinikum Saarlouis hat sich die Belegung der Intensivbetten entspannt, berichtete Dr. Michael Kunz. Allerdings sieht auch er immer drängendere „Liquiditätsprobleme für die Krankenhäuser“. Im Mai wolle man die Belegung hochfahren: „Es kann auch nicht sein, dass Patienten zum Beispiel mit starken Schmerzen noch länger zurückgestellt werden“, erklärte Kunz. Er rechnet außerdem damit, „dass in den nächsten Wochen mehr Patienten mit verschleppten Erkrankungen in die Krankenhäuser kommen“.

Seit 14 Tagen werden im Marienhaus alle Patienten auf Corona getestet, die neu aufgenommen werden. „Dabei zeigt sich immer wieder, dass Patienten positiv sind, obwohl sie keinerlei Symptome zeigen“, betonte Kunz, „ich kann das nur empfehlen.“