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Kreisbrandinspekteur Saarlouis verzeichnet seit Montagfrüh 72 Einsätze

Wassermassen und Sturmböen: „Sabine“ fegt über den Landkreis Saarlouis : Sturmtief „Sabine“ lässt Einsatzkräften noch keine Ruhe

Böses Mädchen: Sabine hat sich, anders als vorhergesagt, in der Nacht auf Dienstag und am Tag immer noch nicht aus unserer Region verzogen.

Die Kaltfront des Sturmtiefs „Sabine“ ist auch in der Nacht auf Dienstag über den Landkreis gefegt. Die Einsatzkräfte der Polizei verzeichneten in den Einzugsgebieten Dillingen, Bous und Saarlouis zwischen 18 Uhr des Vorabends und 8 Uhr in der Früh neun sturmbedingte Einsätze. So fegte der Wind auf der A 8 an den Anschlussstellen Saarwellingen und Steinrausch Gegenstände auf die Fahrbahn, die entfernt werden mussten, auf der L 172 in Gerlfangen ist ein Telefonmast umgefallen. In Wadgassen rückten die Einsatzkräfte wegen einer vollgelaufenen Wiese aus – in der Dillinger und Saarlouiser Innenstadt überfluteten die Wassermassen Straßen. Zudem musste in Diefflen ein auf die Fahrbahn gekippter Baum entfernt werden.

Kreisbrandinspekteur Bernd Paul zählt zwischen der Schließung des Kreislagezentrums am Montag um 4 Uhr und Dienstagmorgen 64 unwetterbedingte Einsätze. Und auch später am Dienstag mussten die Wehren noch achtmal ausrücken. Paul bittet aufgrund der Vielzahl an Störungen und der weiterhin hohen Windgeschwindigkeiten um Verständnis, wenn die Feuerwehr nicht sofort helfen kann. Mit Blick auf lockere Dachziegeln oder schief gewachsene Bäume sagt er: „Es gibt viele Sachen, die wir nicht abarbeiten können. Da bitten wir um Entschuldigung. Aber bei den Sturmböen hat auch eine Drehleiter ihre Grenzen. Und uns weht’s bei den Windgeschwindigkeiten auch vom Dach.“ Mit Ruhe rechnet Paul im Hinblick auf die Wettervorhersagen noch nicht: „Es wird weiter gehen.“