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Spende
Kranken Kindern Freude schenken

Saarlouis. Karnevalisten spenden 5000 Euro für die Saarlouiser Klinikclowns.

„Was haben Faasenachter und die Klinikclowns gemeinsam?“ Diese Frage richtete der Präsident der Saarländischen Karnevalsvereine Hans Werner Strauß an die Anwesenden, die sich anlässlich der offiziellen Spendenübergabe an Margarita von Boch, Vorsitzende des Vereins Kinderhilfe Saar, im Kindertreff des Marienhaus-Klinikums in Saarlouis zusammengefunden hatten.


Gemeinsam mit seiner Vorstandskollegin, Vizepräsidentin Judith Martini, und dem Regionalvertreter der Karnevalvereine Völklingen-Warndt, Christian Großmann, hatte er sich auf den Weg gemacht, um eine Spende von 5000 Euro zu überreichen.

Natürlich mache zunächst mal das Verkleiden, das bunte Treiben über die Faschingstage und das Pflegen alter Traditionen große Freude, meinte Strauß, doch darüber hinaus habe man auch einen gesellschaftlichen Auftrag. Während die Klinikclowns – im Marienhaus-Klinikum sind es zwei Clowninnen – sich speziell der kranken Kinder annehmen und sie mit Musik, Gesang, Zauberei und Clownerie von ihrer Krankheit ablenken und ihnen die Zeit im Krankenhaus verschönern, ist die Jugendarbeit in den Karnevalsvereinen auch über die Faschingszeit hinaus ein wichtiges Thema.

So wurde beispielsweise im Jahr 2016 ein Musikausschuss unter der Leitung von Judith Martini gegründet, mit dem Ziel, die Jugendmusikgruppen zu schulen, um während des Jahres das eine oder andere Konzert aufzuführen. „Diese Konzerte sind sehr erfolgreich“, erläuterte die Vizepräsidentin, „und da wir keinen Eintritt erheben, bitten wir seit 2016 um Spenden.“ So wurden bis Ende 2017 schon insgesamt 5000 Euro gesammelt, die der Kinderhilfe Saar, sprich der Arbeit der Klinik-Clowninnen, zugutekommen sollen.

Mit großer Freude nahm Margarita von Boch gemeinsam mit der Clownin Limonella alias Sarah Steffen – ihre Kollegin Tilotamma alias Marie-Gabriele Massa war leider erkrankt – den unerwarteten Geldsegen entgegen. „Dieser Betrag kommt zu 100 Prozent bei den Clowninnen an und damit den kranken Kindern zugute, da der Verein keinerlei Verwaltungskosten hat“, versicherte Margarita von Boch. „Die Spende bringt uns unserem Ziel, dass die Clowninnen zukünftig jede Woche die kranken Kinder besuchen können, ein gutes Stück näher. Bisher ist dies nur alle vierzehn Tage möglich“, sagte sie bei der Spendenübergabe in Saarlouis.