Kommentar zur Behinderung der Feuerwehr in Saarlouis

Kommentar : Da muss die Stadt durchgreifen

Die erstaunliche Gelassenheit, mit der die Saarlouiser Wehrführung über die Behinderung ihrer Einsätze in der Altstadt berichtet, muss nicht jeder an den Tag legen. Das darf doch alles nicht wahr sein!

Fehlt nur noch, dass sich renitente Gäste gegenseitig bei ihren Pöbeleien gegen die Feuerwehr filmen und die Filmchen ins Netz stellen. Das fügt sich in die Widerwärtigkeiten ein, von denen landauf, landab, bislang Polizei und Notärzte vor allem von Autobahnen berichten. Hier wie dort sagt das etwas aus über gleichgültige oder aggressive Gemütszustände in der Gesellschaft aus. Daran kann eine Kommune nichts ändern – und die Wirte auch nicht. Aber sie bleiben natürlich in der Verantwortung. Zuerst die Stadt, die dafür da ist, dass gerade solche Vorschriften eingehalten werden. Sonst wäre der extrem teure Brandschutz in den Gebäuden völlig sinnlos. Heißt, dass die Altstadt jederzeit feuerwehrtauglich passierbar sein muss. Die Beharrlichkeit einzelner Wirte, ihre Terrassenflächen Meter um Meter auszudehnen, muss genau da ihre Grenze finden. Dafür braucht es die unmissverständlichen Markierungen im Boden. Das wird hoffentlich nicht an fehlendem Geld scheitern.

Von den Wirten muss verlangt werden, ihr Personal so einzuweisen, dass sie Hindernisse wie große Sonnenschirme ohne Verzug aus dem Weg räumen. Es scheint, als sei das alles nun auf dem Weg. Hoffentlich.

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