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Streit um Verkauf von Kirchengelände
Kirchen-Gremium sammelt nun auch Unterschriften

Beaumarais. Im Streit um die künftige Nutzung eines kirchlichen Grundstücks der Pfarrei St. Peter und Paul in Beaumarais sammelt die Kirche jetzt Unterschriften gegen die Pläne der Stadt Saarlouis. Das bestätigte gestern Klaudia Winter-Müller, die dem Pfarrverwaltungsrat angehört. Die Aktion, die auch über eine Internet-Petition läuft, solle ein Meinungsbild herstellen. Den Unterschriftenlisten liegt auch ein Aufruf von Pfarrer Frank Kleinjohann bei. Darin erinnert der Pfarrer daran, dass der Erlös aus dem Verkauf der Immobilie dem Erhalt der gegenüber liegenden Pfarkirche dienen solle. In einem Teil der Kirche sollen Vereinsräume für alle Beaumaraiser eingebaut werden. „So könnte die Kirche im Dorf bleiben.“ Von Johannes Werres

Im Streit um die künftige Nutzung eines kirchlichen Grundstücks der Pfarrei St. Peter und Paul in Beaumarais sammelt die Kirche jetzt Unterschriften gegen die Pläne der Stadt Saarlouis. Das bestätigte gestern Klaudia Winter-Müller, die dem Pfarrverwaltungsrat angehört. Die Aktion, die auch über eine Internet-Petition läuft, solle ein Meinungsbild herstellen. Den Unterschriftenlisten liegt auch ein Aufruf von Pfarrer Frank Kleinjohann bei. Darin erinnert der Pfarrer daran, dass der Erlös aus dem Verkauf der Immobilie dem Erhalt der gegenüber liegenden Pfarkirche dienen solle. In einem Teil der Kirche sollen Vereinsräume für alle Beaumaraiser eingebaut werden. „So könnte die Kirche im Dorf bleiben.“


Die Unterzeichner wenden sich gegen die Absicht von Stadtverwaltung und der Fraktionen von CDU, Grünen und SPD, im Rahmen eines Bebauungsplanes den jetzigen Vorplatz des Jugendheimes als Dorfplatz umzuwidmen. Auf dem Teil des Grundstückes könnte dann nicht gebaut werden. Das wiederum würde, so fürchtet die Kirchengemeinde, den Kaufpreis des Grundstückes, auf dem sich auch das frühere Pfarrhaus befindet, erheblich mindern. Das gefährde das Konzept für die Pfarrkirche.

Als im Dezember die Verkaufsabsicht bekannt wurde, sprachen sich sowohl Stadtverwaltung als auch die drei Fraktionen für einen Bebauungsplan aus. Dessen Entwurf soll bereits am 7. März im Bauausschuss beraten werden. Für den 12. März hat die Stadt ein Gespräch darüber mit Vertretern der Kirche anberaumt.