Junge Liberalen: JuLis gegen Anker-Zentrum

Junge Liberalen : JuLis gegen Anker-Zentrum

Mit Unverständnis haben die Jungen Liberalen im Kreis Saarlouis auf den Vorstoß von Innenminister Klaus Boullion reagiert, die Landesaufnahmestelle in Lebach in ein Anker-Zentrum für Flüchtlinge umzuwandeln.

In den vergangenen drei Jahren habe die Landesaufnahmestelle bewiesen, dass sie ein funktionierendes System biete, um die Geflüchteten im Land zu registrieren und schließlich weiter zu verteilen. Des Weiteren wäre durch ein Anker-Zentrum eine zusätzliche Belegung über das bisherige Maß hinaus erforderlich. „In Lebach findet sich eine bundesweit anerkannte Einrichtung, wo sowohl Land, als auch Zivilgesellschaft Hand in Hand zusammenarbeiten. Diese durch eine höhere Belegung weiter zu belasten und Kompetenzen an den Bund abzugeben halten wir vor diesem Hintergrund für den falschen weg“, so Andreas Hoffmann, der Kreisvorsitzende der JuLis im Landkreis Saarlouis.

Besonders kritisch sehen die Jungen Liberalen den Einsatz der Bundespolizei und das neue Konzept des Anker-Zentrums, wonach die Geflüchteten ausnahmslos bis zu 18 Monate in den Aufnahmestellen verweilen sollen. Die individuelle Handhabung, die bisher angewendet wurde, bringe mehr Effizienz und sei förderlicher für die Integration.

„Den Einsatz der Bundespolizei sehen wir kritisch. Schließlich kann auch so nicht darüber hinweggetäuscht werden, dass es der saarländischen Polizei an Personal mangelt und dringender Handlungsbedarf besteht, um die Sicherheit in der Fläche zu gewährleisten“, teilt Andreas Hoffmann abschließend mit.

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