1. Saarland
  2. Saarlouis
  3. Saarlouis

Jazzdancer aus Saarlouis mit Spitzenleistung in Mannheim

Jazzdance : „performance“ sichert sich DM-Ticket

Saarlouiser Jazzdancer überzeugen bei Turnier in Mannheim. Trapp/Rittscher machen Ankündigung wahr.

Nachdem die Saarlouiser Jazz- und Moderndancer schon beim ersten Ranglistenturnier in Voerde Anfang Oktober überzeugt haben, setzten sie zwei Wochen später in Mannheim noch einen drauf. Im zahlenmäßig stärksten Feld des Wochenendes, den weiblichen Solistinnen bei den Aktiven, gingen 30 Tänzerinnen an den Start.

Blau-Gold Saarlouis war mit Alina Fiandaca, Hannah Vernay und Paula Stockart vertreten. Alle drei erreichten die erste Zwischenrunde der besten 19, Fiandaca und Vernay auch noch das Halbfinale der besten Zwölf. Groß war der Jubel, als Turnierleiter Wolfgang Kerbs die Teilnehmer des Finales bekanntgab. Fünf Tänzerinnen hatten sich qualifiziert – und Fiandaca war mit dabei. Bei gemischten Wertungen verpasste sie das Treppchen am Ende nur denkbar knapp, freute sich aber auch über Platz vier. Zudem hat sich Fiandaca mit ihrer Finalteilnahme die direkte Qualifikation für die nationalen Titelkämpfe am 6. und 7. November in Dresden ertanzt.

Nachdem sie in Voerde 14 Tage zuvor noch mit ihrer Leistung und Platz sechs gehadert hatten, lief es für Emma Trapp und Nicole Rittscher in Mannheim deutlich besser. Sie lieferten sich ein packendes Duell mit den Favoriten, Anastasia Menzel und Lea-Sophie Muth aus Eching in Bayern. Am Ende entschied sich das Wertungsgericht mit drei zu zwei Bestnoten denkbar knapp für das Duo aus Bayern. Für Trapp/Rittscher war es eine Leistungssteigerung mit Ansage. Nach Unsauberkeiten in Voerde hatten sie angekündigt, daran noch zu feilen und sich in Mannheim besser zu präsentieren, was voll aufging.

Alle fünf traten dann am Abend zusammen als Team „performance“ bei der Regionalmeisterschaft der Small Groups an (Kleinformationen bis sieben Tänzer). Neun Teams aus dem Saarland, Baden-Württemberg und Bayern gingen an den Start und kämpften um die drei Podestplätze, die allein zur Qualifikation zu den nationalen Meisterschaften berechtigen, die ebenfalls Anfang November in Dresden ausgetragen werden. Hinter den klaren Siegern, Dance Works aus Ludwigsburg, entbrannte ein Dreikampf um die verbleibenden zwei Tickets für Dresden. Am Ende hatte „performance“ knapp die Nase vorn, vor „Enigma“ von Gastgeber Mannheim und „Feeling“ vom TV Rußhütte. Drei weitere Teams aus dem Kreis verpassten das Finale. „Camouflage“ (Blau-Gold Saarlouis) belegte Rang sechs vor „Boundless“ vom TV Lebach. „Purely“ von der SG Schmelz wurde Neunte.

„Als wir im Vorfeld das Startfeld sahen, sind wir mit wenig hohen Erwartungen zur Regionalmeisterschaft gefahren“, meinte Lebachs Trainerin Joanne Wagner angesichts der mächtigen Konkurrenz aus teils deutlich höheren Ligen. „Uns war es einfach wichtig, wieder gemeinsam auf der Fläche zu stehen und zu zeigen, wofür wir die vergangenen Wochen trainiert haben. Dieses Ziel haben wir definitiv erreicht. Wir sind mit unserer Leistung sehr zufrieden.“

Für einen weiteren Glanzpunkt aus Saarlouiser Sicht sorgte Valentina Wolff. Die 13-jährige bestritt ihr zweites Solo überhaupt und erreichte völlig überraschend die Endrunde der besten Sieben. Nach ihrem Finaldurchgang war sie zwar wegen einiger Unsauberkeiten nicht ganz zufrieden, doch am Ende strahlte sie bei der Siegerehrung stolz bis über beide Ohren. Wolff ist damit definitiv in Dresden mit dabei.