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Inklusion in den Kommunen war Schwerpunkt einer Fachkonferenz

Saarlouis. "Was bedeutet Inklusion für Saarlouis ?" Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Fachkonferenz, die am Dienstag im Kinder-, Jugend- und Familienhaus in Saarlouis stattfand. Referentin Eileen Moritz, Expertin für Inklusion, war aus Berlin angereist, um in einem Vortrag einen Überblick über die aktuelle Situation der Inklusion in Bezug auf Kommunen zu geben.Eine körperliche Beeinträchtigung, egal welcher Art, sagte Moritz, sei keine Behinderung für den Betroffenen. Marc Prams

Erst Barrieren seien der Grund für eine Behinderung. "Barrieren müssen beseitigt werden, damit Menschen mit Behinderung uneingeschränkt teilhaben können. Denn sie sind eine Bereicherung für die Gesellschaft", betonte Moritz. Zwar sei das Thema Inklusion in den vergangenen Jahren in den Kommunen fortgeschritten, aber es sei noch ein sehr weiter Weg bis zum Ziel. Inklusion sei ein Prozess, für Menschen mit und ohne Behinderung. Aber Inklusion bedeute, dass die Gesellschaft so gestaltet sei, dass alle dazugehören können, und alle bedeutsam sind.

Kommunen müssten sich mit folgenden Fragen auseinandersetzen: Werden lokale Gruppen ermutigt, die vorhandene Infrastruktur zu nutzen? Wertschätzen die Partnerorganisationen wechselseitig ihre Erfahrungen und Kompetenzen? Können Gruppen, Einrichtungen und Initiativen davon ausgehen, dass sie durch ihr Engagement Dinge im Umfeld verändern können? Und: Berücksichtigen alle in der Kommune, dass die globalen Verbindungen zwischen Menschen und Ländern einem stetigen Wandel unterliegen?