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Strukturpolitik
Lisdorfer Berg: Noch erweitern?

Aktuell dreht sich die Diskussion um das Gelände an der B 269 neu auf dem Foto von Überherrn kommend links.
Aktuell dreht sich die Diskussion um das Gelände an der B 269 neu auf dem Foto von Überherrn kommend links. FOTO: GW Saar
Saarlouis. Die Ansiedlung des Küchenherstellers nobilia auf dem Lisdorfer Berg in Saarlouis hat Politikern in Saarlouis Lust auf mehr gemacht. Aber nicht allen. Die Grünen mahnen zur Zurückhaltung. Von Johannes Werres

Die Grünen in Saarlouis haben sich nach Diskussionen mit ihrer Parteibasis auf Skepsis in Sachen Erweiterung des Industriegebietes Lisdorfer Berg verständigt. Ein „weiterer Zubau“ der Fläche müsse sehr genau abgewogen werden, sagte Stadtverbands-Vorsitzender Hubert Ulrich.


Die Industrie-Flächen auf dem Berg sind weitgehend vergeben,  nachdem der Küchenhersteller nobilia ein großes Grundstück erworben hat. Jetzt geht es um die Frage, ob die Stadtplanung dem ursprünglichen Plan folgt, auch das Gebiet rechts der B 269 neu für Ansiedlungen aufzubereiten. Im Entwurf des neuen, noch nicht geltenden Flächennutzungsplanes ist das nicht mehr vorgesehen. Die Grünen warnen davor, „sich von Euphorie tragen zu lassen“. Zuerst müsse ein Gutachten zur Kaltluftentstehung abgewartet werden, das die Stadt in Auftrag geben wird. Dann, sagte Ulrich, müsse auch diskutiert werden, ob es wirklich sinnvoll sei, alle großen industriellen Neuansiedlungen „nach Saarlouis ziehen zu wollen“.

Unterdessen haben die Sozialdemokraten mehr Tempo bei der Frage nach der Freigabe der Flächen auf dem Lisdorfer Berg für weitere Ansiedlungen angemahnt. „Es ist der Wille der SPD-Fraktion, auf dem Lisdorfer Berg weitere Ressourcen zu erschließen“, bekräftigte Fraktionschef Hakan Gündüz in seiner Haushaltsrede im Stadtrat. „Hier fordern wir das zuständige Dezernat auf, die Hinhalte- und Verhinderungspolitik am Stadtrat vorbei aufzugeben.“ Zuständig ist das vom Grünen Günter Melchior geführte Baudezernat.