In zwei Jahren Weltkulturerbe?

Saarlouis. "Sie haben einen Anspruch auf Wirtschaftsförderung durch die Stadt", hat der neue Wirtschaftsförderer im Rathaus Saarlouis, Thomas Jacob, den Mitgliedern des "Verbandes" versichert. "Es gehört zur kommunalen Daseinsvorsorge." Allerdings erwartet Jacobs eine aktive Zusammenarbeit von Stadt und Verband

Saarlouis. "Sie haben einen Anspruch auf Wirtschaftsförderung durch die Stadt", hat der neue Wirtschaftsförderer im Rathaus Saarlouis, Thomas Jacob, den Mitgliedern des "Verbandes" versichert. "Es gehört zur kommunalen Daseinsvorsorge." Allerdings erwartet Jacobs eine aktive Zusammenarbeit von Stadt und Verband.Er unterstrich, er verstehe sich als "Kümmerer" vor Ort. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Landesregierung die Wirtschaftsförderung, die auf den Ebenen Land, Kreise und Kommunen organisiert ist, "auf komplett neue Beine stellen" wolle, um sie zentral zu steuern.

Jacob präsentierte eine lange Liste städtischer Aktivitäten zur Wirtschaftsförderung, beschränkte sich dabei aber auf Initiativen, die bereits seine Vorgänger in Gang gesetzt haben. Diese Events und touristischen Angebote will er aufwerten, vermehrt vernetzen und "Pakete schnüren". In Arbeit seien "Pakete" für Bustouristen, "vom Hotel über Wellness in der Sauna bis zur Stadtführung". Die im Sommer eingerichtete Touristen-Info am Rathaus weise eine "sehr positive" Zwischenbilanz auf. Bis in den Herbst habe es über 1000 Anfragen gegeben. 700 Übernachtungsgäste hätten auf diesem Weg ein Hotel gefunden. "Das Potenzial müssen wir ausbauen." Glanzlichter wie die Wall-Partie und das "Pique-Nique Culturel" hätten viel zu wenig Resonanz, das müsse sich ändern.

Neues gab es vor allem zu konkreten Daten: So hält es Jacob für möglich, dass Saarlouis "in zwei Jahren zum Weltkulturerbe gehört". In Birgitta Ringbeck als Beraterin, Delegierte der Kultusministerkonferenz beim Welterbekomitee der Unesco, habe das Saarland jetzt eine starke Unterstützung. Die Bewerbung, sich an das Erbe der französischen Vauban-Städte anzuhängen, koste "allerdings richtig Geld".

Ende 2013 wird laut Jacob der Premium-Wanderweg "Vauban-Steig" fertig sein. Derzeit fehlten noch Teilstücke in Wadgassen und Überherrn.

Für 2014 sei eine neue Veranstaltung wie "Citadelle de feu" geplant, die seinerzeit Tausende Besucher in die nächtliche Festung brachte. Für die neue Veranstaltung will Jacob mit der Tourismuszentrale Saarland (TZS) kooperieren; wie Jacob überhaupt eine engere Kooperation mit der TZS anpeilt.

Bis 2018 sollen sechs Hektar Bauland auf dem Lisdorfer Berg erschlossen sei, die umsiedlungswilligen Saarlouiser Unternehmen vorbehalten sind. Deren mit um die 2500 Quadratmetern eher kleinen Betriebsgrößen könne die gwSaar auf dem Lisdorfer Berg nicht bedienen, sagte Jacob.

Weiter zeichne sich der Bau eines Parkhauses auf dem Zeughausplatz ab. Dazu werde Anfang des Jahres ein Ideenwettbewerb europaweit ausgeschrieben.