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In der Ludwig Galerie Saarlouis findet eine Ausstellung statt

Ludwig Galerie : 2-29-150: Formel Kunst in der Ludwig-Galerie

Zwei Künstlergruppen mit 29 Künstlern stellen 150 Werke aus: Die zweite gemeinsame Ausstellung der „Künstlergruppe Untere Saar“ und des „Kunst Forum Saarlouis“, steht diesmal unter dem Titel „Komplementär“.

Mit einer Vernissage am Samstag ist die zweite gemeinsame Ausstellung der „Künstlergruppe Untere Saar“ und des „Kunst Forum Saarlouis“ in der Ludwig Galerie eröffnet worden. Bis zum 28. April präsentieren 29 Künstler insgesamt 150 Werke, die im vergangenen Jahr entstanden sind. Für die Künstlergruppe Untere Saar ist es bereits die 45. und für das Kunst Forum die 30. Jahresausstellung. Die Premiere der neuen Ausstellungskonzeption fand im Herbst 2018 statt.

Der Termin der Ausstellung ist gleich doppelt ungewöhnlich. Die Vernissage fand an einem Samstagnachmittag statt, weil zur gewohnten Zeit Sonntagvormittags die Ehrenbürgerschaft an Alfred Gulden verliehen wurde. Und die Ausstellung selbst wurde aufs Frühjahr verlegt, weil im Herbst eine Sonderausstellung geplant ist, wie Claudia Wiotte-Franz, die Leiterin der Ludwig Galerie, in ihrer Laudatio erklärte.

„Die Ausstellung gewährt überraschende Einblicke und neue Möglichkeiten, das Spektrum der Saarlouiser Kunstszene im gemeinsamen Austausch kennenzulernen“, sind die beiden Vorsitzenden, Gaetano Gross („Künstlergruppe Untere Saar“) und Ulrike Rupp-Altmeyer („Kunst Forum Saarlouis“) überzeugt. Die Kooperation habe aber auch „ganz praktische Gründe“, räumte Rupp-Altmeyer ein. Die gemeinsame Nutzung der „Ludwig Galerie“ biete sich hierfür geradezu an.

Oberbürgermeister Peter Demmer als Schirmherr hatte zunächst die Gäste begrüßt und die beiden Künstlergruppen als „eine gute Sache für Saarlouis“ gewürdigt. Die Museumsleiterin nahm die Gäste dann mit auf einen virtuellen Rundgang „kreuz und quer durch den Raum“, stellte die Künstler und ihre Werke im Einzelnen vor. Der Titel der Ausstellung sei bewusst gewählt: „Komplementär“ stehe für Gegensätzliches, aber vor allem sich Ergänzendes.

Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Künstlergruppen, der einzelnen Künstler und ihrer Werke, der Themen und Techniken werden gezeigt, erläuterte Wiotte-Franz. Das Spektrum reiche von Abstraktion bis Figuration, von Realismus bis Surrealismus, die Themen von Menschen und Göttern bis hin zu Architektur und Natur. Das verwendete Material und die Techniken seien „überaus vielfältig“.

Zuweilen ist das sich Ergänzende und Gegensätzliche sogar in einem Werk vereint, etwa in den Fotografien von Alexander Thugutt. Da taucht das bekannteste saarländische Motiv, die Saarschleife auf, überlagert wird sie jedoch von den Hochöfen und den Fördertürmen der Stahl- und Bergbau-Industrie im Saarland.

„Zeit und Raum überspringend“ sind die Werke von Gaetano Gross. Der Vorsitzende der „Künstlergruppe Untere Saar“ zeigt in seinem an Michelangelo angelehnten Bild „Adam“ die Verführung des Menschen in der virtuellen Welt.

Bei Ulrike Rupp-Altmeyer, der Vorsitzenden des „Kunst Forum“, wirkt die Präsentation eines abstrakten Bildes „im Zusammenspiel von Formen, Linien und Helligkeiten mit dem nahen Blick auf Dinge wie unterschiedliche Blicke auf Landschaften“. So begleitet Wiotte-Franz die weit über 100 Gäste der Vernissage auf ihrem Rundgang entlang der Exponate. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage mit lateinamerikanischen Klängen durch den im Saarland lebenden Deutsch-Argentinier Franco Jacqués.

Ausstellung „Komplementär“ in der Ludwig Galerie Saarlouis, Alte-Brauerei-Straße, Kaserne VI; Dienstag bis Freitag von 10 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr; Samstag, Sonn- und Feiertage von 14-17 Uhr; Montag, Karfreitag und Osterdienstag geschlossen.

www.ludwig-galerie.saarlouis.de