Im Kreis Saarlouis gibt es mehr offene Ausbildungsstellen als Bewerber

Arbeitsmarktzahlen : Mehr Ausbildungsstellen als Bewerber

(red) 5013 Frauen und Männer waren im März 2019 im Landkreis Saarlouis arbeitslos gemeldet, 119 weniger als im Februar. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,8 Prozent, 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats.

Gegenüber dem Vorjahr gab es einen Rückgang um 0,1 Prozentpunkte in der Quote und um 33 Personen in der absoluten Zahl.

„Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im März ist üblich und vor allem saisonbedingt“, beurteilt Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland, die Entwicklung. „Einer der Schwerpunkte unserer Arbeit wird in den nächsten Monaten die Vermittlung in Ausbildungsstellen sein. Aktuell sind bei uns deutlich mehr offene Ausbildungsstellen als Ausbildungssuchende gemeldet“, ergänzt Haßdenteufel.

Unternehmen der Region haben im März 458 Stellen zur Besetzung gemeldet, 57 weniger als im Februar. Seit Jahresbeginn wurden 1333 offene Stellen gemeldet, 289 weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Aktuell stehen 1.929 freie Jobs zur Besetzung zur Verfügung.

Die überwiegende Zahl der Jobangebote wurde in der Zeitarbeit, im Handel und im Verarbeitenden Gewerbe gemeldet. Auch im Gesundheits- und Sozialwesen, freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungsbereich, im Gastgewerbe und im Baugewerbe gab es zahlreiche offene Stellen.

Jedes Jahr im März liegen die ersten Daten zur Situation auf dem Ausbildungsmarkt vor. Im Landkreis Saarlouis wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 1.243 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 45 mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (plus 3,8 Prozent). Gleichzeitig haben 517 Bewerberinnen und Bewerber die Berufsberatung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz in Anspruch genommen, 133 weniger als im Vorjahr (minus 20,5 Prozent).

„Aktuell ist der Ausbildungsmarkt noch stark in Bewegung und es bestehen gute Chancen für Jugendliche, sich eine Ausbildungsstelle zu sichern“, so Haßdenteufel.

Die meisten Ausbildungsstellen wurden für die Berufe Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in,

Elektroniker/in für Betriebstechnik, Kaufmann/-frau – Büromanagement, Fachkraft – Lagerlogistik, Industriemechaniker/i, Medizinische/r Fachangestellte/r, Zerspanungsmechaniker/in, Industriekaufmann/-frau und Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r gemeldet.

Auch in diesem Jahr konzentriert sich ein Großteil der Jugendlichen auf die sogenannten Top 10 der Wunschberufe. Bei den jungen Frauen sind es 62,4 Prozent, bei den jungen Männern sind es 51,4 Prozent, die sich vorrangig für zehn Berufe interessieren.

Bei den Bewerberinnen stehen die Berufe Kauffrau – Büromanagement, Industriekauffrau, Medizinische Fachangestellte, Verkäuferin und Kauffrau im Einzelhandel auf den ersten fünf Plätzen. Dahinter folgen die Berufswünsche Verwaltungsfachangestellte Kommunalverwaltung, Friseurin, Chemielaborantin, Automobilkauffrau und Bankkauffrau.

Bei den Bewerbern zählen Kfz-Mechatroniker, Kaufmann im Einzelhandel, Industriemechaniker, Fachkraft – Lagerlogistik und Kaufmann/-frau – Büromanagement zu den begehrtesten Ausbildungsberufen. Auch die Berufswünsche Industriekaufmann, Elektroniker für Betriebstechnik, Fachinformatiker-Anwendungsentwicklung, Zerspanungsmechaniker und Metallbauer – Konstruktionstechnik stehen bei den jungen Männern hoch im Kurs.

Im März waren noch 273 Jugendliche auf der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz, 57 weniger als im Vorjahr.

Arbeitsmarkt SLS März. Foto: SZ/Steffen, Michael

Ein Termin bei der Berufsberatung kann telefonisch über die kostenfreie Servicerufnummer (0800) 4 55 55 00 oder persönlich vor Ort bei der Agentur für Arbeit vereinbart werden. Unternehmen, die freie Ausbildungsstellen melden möchten oder ihre gemeldeten Ausbildungsstellen noch nicht besetzen konnten, können sich unter der Telefonnummer (0800) 4 55 55 20 kostenlos an den Arbeitgeberservice wenden.

Mehr von Saarbrücker Zeitung