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Ideen für Gäste verdichten sich

Ideen für Gäste verdichten sich

Mittendrin in der Arbeit: Vier von fünf Arbeitsgruppen zum Tourismuskonzept für den Landkreis Saarlouis haben getagt. Die Ergebnisse sind bemerkenswert. Hier sind viele kreative Köpfe am Werke.

Das etwas saloppe Fazit zum Auftakt war: "Selbst Spinnerei ist erlaubt". So war der Bericht über den Einstieg in die Arbeit am Tourismuskonzept für den Landkreis Saarlouis in unserer Zeitung übertitelt. "Kein Konzept von der Stange" hatten sich nämlich die Beteiligten an der ersten Sitzung der Lenkungsgruppe Ende März auf die Fahne geschrieben (wir berichteten).

Kreativität ist Trumpf

Knapp sechs Wochen später sind aus guten Vorsätzen viele Ergebnisse geworden. Genauer: Zwischenergebnisse, denn Kreisverwaltung, -politiker und deren Mitstreiter aus Bereichen des öffentlichen Lebens sowie der Hotellerie und Gastronomie sind mittendrin im Prozess. Einem kreativen Prozess statt der häufigen "Gutachten-erstellt-und-jetzt-weiter-so"-Verfahrensweise.

Wie sich herausgestellt hat, hat der Landkreis dafür genau die richtigen professionellen Partner gefunden: Heike Glatzel von "Futour Umwelt-, Tourismus- und Regionalberatung" und das Büro Hullmann und Gimmler. Selbstverständlich steuern die Touristiker das Geschehen in Lenkungs- und Arbeitsgruppen. Aber eben genau so viel, dass die Kreativität nicht eingeschränkt wird.

Und davon zeigen die Leute, die beim Erarbeiten des Konzepts mitmachen, jede Menge. Vier der fünf vereinbarten Arbeitsgruppen haben getagt: "Aktiv und mehr", "Natur, Umwelt, Technik", "Regionale Produkte" und "Komfort". Anfang Juni folgt noch "Deutsch-französisch".

Selbstverständlich vermögen sie auch im Kreis Saarlouis nicht, das Rad neu zu erfinden. Aber die Gruppen entwickeln aus der Bestandsaufnahme zweierlei: Zuerst das Erstaunen, was die Region zu bieten hat, und dann eine Vielzahl von Ideen, wie dies wirkungsvoller in Szene gesetzt werden kann.

Entschleunigung gefällig?

Sei es der Begriff "Bauchträume" für das, was sprichwörtlich Leib und Seele zusammenhält, das Essen und Trinken. Oder beim Komfort, wo für sehr junge und sehr alte Gäste gute Angebote gesucht werden, das gewisse Extra bei den bestehenden Wanderwegen: Promenaden, die sich dadurch auszeichnen, dass sie leicht zu gehen sind und Erlebnisse bereithalten. Klar, dass sich die Felder überschneiden. Auch die Gruppe "Aktiv und mehr" befasst sich mit Wandern und Radfahren. Sie hält Entschleunigung für ein vielversprechendes Thema.

Bei "Natur, Umwelt, Technik" sprudelte es nur so an Vorschlägen. Gerade hier wird der nächste Schritt im Konzept wichtig. Alle guten Ideen lassen sich überhaupt nicht umsetzen, manches wird in den Ideen-Vorratsschrank wandern müssen. Der soll aber (um im Bild zu bleiben) jederzeit offen stehen, um sich erneut daraus zu bedienen.