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Honorarkonsulin Bouchon lud zur Galette des Rois

Galette des Rois : Ein Dreikönigskuchen für die Freundschaft

Die französische Honorarkonsulin Myriam Bouchon hatte in Saarlouis zum Empfang mit der berühmten Galette des Rois eingeladen.

(red) Es ist zugleich ein Dank an engagierte Mitstreiter und ein Podium, um für die deutsch-französische Freundschaft zu werben: Mit der Galette des Rois feierte die französische Honorarkonsulin Myriam Bouchon gemeinsam mit ihrer Familie und vielen Gästen aus dem öffentlichen Leben den Jahresauftakt.

Die deutsch-französische Freundschaft geht auch durch den Magen, zumindest dann, wenn die Galette des Rois gereicht wird – der traditionelle französische Königskuchen mit Marzipan und einer kleinen Figur, die darin eingebacken ist. In Saarlouis eingeführt hat diesen französischen Brauch seinerzeit der damalige Honorarkonsul Michel Bouchon, um sich damit für gute Zusammenarbeit und gemeinsame Projekte zu bedanken. Auch seine Tochter und Nachfolgerin im Amt, Honorarkonsulin Myriam Bouchon, hält diese Tradition aufrecht. Fast 70 Vertreter des öffentlichen Lebens, aus Politik, Verwaltung und Schulen, von Polizei und Bundeswehr kamen dazu am 22. Januar im Cave Lasalle zusammen.

Das Datum ist symbolträchtig, es ist der Deutsch-Französische Tag, an dem jedes Jahr an die Unterzeichnung des Elysée-Vertrages 1963 erinnert wird, und an dem in diesem Jahr zugleich der Aachener Vertrag unterzeichnet wurde, um die deutsch-französische Partnerschaft mit ebenso großer Symbolkraft zu erneuern. Darauf verwies auch Honorarkonsulin Bouchon in ihrer Ansprache. Ebenso wie der Tag der Frankophonie sei der 22. Januar als deutsch-französischer Tag von symbolischer Bedeutung, aber auch wertvoll als Gelegenheit, die deutsch-französischen Beziehungen zu intensivieren.

Der Elysée-Vertrag, sagte sie, „hat den Ehrgeiz gehabt, die deutsch-französische Aussöhnung in der Gesellschaft zu verankern, insbesondere durch Kultur- und Jugendaustausch“. So würdigte die Honorarkonsulin besonders die Partnerschaft mit Saint-Nazaire, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert, sowie das zurückliegende „intensive Kulturjahr“, aus dem sie die gemeinsam mit der Stadt Metz gezeigte Ausstellung mit Werken Robert Schads hervorhob, aber auch weitere Ausstellungen in Stadt und Landkreis Saarlouis. Auch an das Gedenken zum 100-jährigen Ende des Ersten Weltkrieges im vergangenen Jahr erinnerte Bouchon.

Der Saarlouiser Oberbürgermeister Peter Demmer betonte, dass Michel Bouchon während seiner Amtszeit stets jemand gewesen sei, „der sich in städtische Belange eingebracht hat.“ Seine Tochter führe dies nahtlos fort. Auch das Bestreben, die deutsch-französische Freundschaft und allgemein die europäischen Beziehungen zu stärken, unterstrich Demmer: „Wir alle wollen einen Beitrag leisten für ein freies und demokratisches Europa.“

Musikalisch gestaltet wurde die Feierlichkeit durch die 18-jährige Chiara Stella Renata, die eigene Kompositionen mit deutsch-französischen Texten präsentierte. „Ein Kind der Großregion“, lobte Bouchon. „Mit ihrer Musik und Sprachkompetenz verkörpert sie die deutsch-französische Freundschaft.“