Hochwasser : Heftiges Hochwasser vor allem an Prims und Nied

Eine Reihe von Straßen und Wegen sind nicht passierbar. Vom Schmelzer Campingplatz müssen sechs Camper weichen.

Die Nacht von Montag auf Dienstag war nicht nur für den Bürgermeister der Gemeinde Schmelz, Wolfram Lang, etwas kürzer als sonst, sondern auch für 15 Feuerwehrmänner und -frauen des Löschbezirks Schmelz. Zwei Problembereiche gab es für sie besonders im Auge zu behalten. Bürgermeister Lang: „Zum einen das Primshochwasser und das drückende Grundwasser gaben Anlass zur Sorge.“ Dadurch mussten die Ambetstraße und die Hüttenstraße gesperrt werden. Für die Straßensperrungen war der Bauhof zuständig. Auch die Ortspolizeibehörde musste tatkräftig einschreiten. Der Campingplatz in Schmelz stand unter Wasser, sodass sechs Personen evakuiert werden mussten. „Eine reine Vorsichtsmaßnahme“, erklärt Lang. Die Betroffenen wurden in gemeindeeigenen Gebäuden untergebracht. Durch die fallenden Pegel geht Lang davon aus, dass die evakuierten Personen relativ schnell wieder zurück auf den Campingplatz können.

 Die Nied bei Hemmersdorf ist zurzeit mehr als ein Flüsschen.
Die Nied bei Hemmersdorf ist zurzeit mehr als ein Flüsschen. Foto: ajk
 An der Staustufe Rehlingen brodelt die Saar.
An der Staustufe Rehlingen brodelt die Saar. Foto: Ruppenthal

Schon seit Tagen war es absehbar: Durch die anhaltenden Regenfälle ist der Pegel der Nied stark angestiegen, deutlich stärker als beim Frühjahrs- und Herbst-Hochwasser 2019. Aktuell ist die Nied gleich an mehreren Abschnitten zwischen Niedaltdorf und Siersburg über ihre Ufer getreten. Der Fuß- und Radweg ist auf beiden Seiten des sonst sehr idyllischen Flüsschens praktisch nicht mehr passierbar. Die Wiesen im Niedtal haben sich in riesige Seen-Landschaften verwandelt.