Heute eröffnet das Hotel „Kleiner Markt“ offiziell

Heute eröffnet das Hotel „Kleiner Markt“ offiziell

Seit ein paar Wochen läuft der Betrieb im Hotel "Kleiner Markt" in Saarlouis , und laut Inhaber Pascal Schu waren schon mehr als 700 Gäste da. Nach so kurzer Zeit kamen manche auch mehrfach, was darauf schließen lässt, dass sie gern da waren. Das im Stadtbild eher unauffällige Hotel öffnet am heutigen Freitag offiziell.

Mit dem "Hotel Kleiner Markt" setzt Geschäftsführer und Pächter Pascal Schu eine lange Tradition fort. Denn bis vor kurzem hieß das Hotel "Ratskeller". Es stammte noch aus Kaisers Zeiten und wurde 1920 von Familie Martin gekauft, die es bis heute besitzt. Das Gebäude war laut Architekt Ekkehard Ulrich im Zweiten Weltkrieg zerstört und bis 1950 wieder aufgebaut worden. Seitdem, schätzt Ulrich, sei an der Haustechnik nichts mehr verändert worden. Die Zimmer seien derart abgewohnt gewesen, dass sich mit dem alten Namen "Ratskeller" vermutlich kein neuer Ruf verbinden lassen würde, erklärt Schu. Deswegen die Umbenennung. Mit großem Aufwand wurde die gesamte Haustechnik ausgewechselt, sagte Architekt Ulrich auf Anfrage. Wände, Böden, Zimmereinrichtungen sind neu gemacht. Laut Schu entspricht das Ergebnis einem Drei-Sterne-Standard. 21 Doppelzimmer (Übernachtung ab 105 Euro) und acht Einzelzimmer (ab 69 Euro) hat das Haus, verteilt auf drei Etagen. Pascal Schu legt beim Frühstück Wert auf regionale Produkte: Marmelade und Süßspeisen selbst hergestellt, Fleisch aus der Region, zum Beispiel. Frühstücken kann hier jeder (am besten vorbestellen), und der Balkon zum Kleinen Markt hin steht jedem offen, der mal einen Kaffee trinken möchte.

Pascal Schu sagt, er habe sich jetzt einen Traum erfüllt. Gelernt hat er Koch, war auf der Hotelfachschule, "ich wollte immer schon einen eigenen Betrieb führen". Und er weiß auch: "Jetzt setze ich damit alles auf eine Karte." Das Blatt, um im Bild zu bleiben, sieht ganz gut aus. Im "Kleinen Markt" logierten in den ersten Wochen Touristen, vor allem Radtouristen, ebenso wie Montage-Arbeiter, US-Fallschirmspringer und Geschäftsreisende.

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